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Kurtaxe 2018
Kroatien erhöht Kurtaxe für Skipper ab 2018

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Die Druckerschwärze der Meldung, dass Kroatien die Kurtaxe für Wassersportler „erhöhen“ wird, war noch nicht ganz trocken, da machte schon fast reflexartig in den einschlägigen Foren das Wort „Abzocke“ die Runde. Geschuldet ist diese wohl etwas voreilige Einschätzung der Situation in erster Linie dem Umstand, dass damit unser liebstes Hobby, der Wassersport, wieder etwas teurer zu werden scheint. Doch man sollte sich, bei allem Ärger, auch die Argumente der Gegenseite vergegenwärtigen und gleichzeitig die Situation in Kroatien näher betrachten, dann relativiert sich schon einiges.

Und die sind durchaus nicht von der Hand zu
weisen: Die kroatische Regierung argumentiert, dass die Kurtaxe bisher pro Schiff erhoben wurde und man bei der Berechnung bisher davon ausging, dass auf einem Boot auch nur eine Person die Kurtaxe zu zahlen hatte. Da aber Freizeitboote in der Regel von mehreren Personen genutzt werden, zahlten Skipper weniger Kurtaxe als „normale“ Touristen, die ihren Urlaub in Hotels, Appartements oder auf Campingplätzen verbringen. Diese Ungleichbehandlung sollte durch die neue Kurtaxe-Regelung für Wassersportler korrigiert werden. Das auch SeaHelp für diese neue Regelung nicht den berühmten Facebook-Daumen hebt, versteht sich von selbst. Doch wie bei allen Einnahmen, die der Staat einmal beschlossen und verabschiedet hat, wird sich daran wohl nichts mehr ändern lassen.

Die Frage die bleibt, kann doch nur lauten: „Wie gehe ich jetzt persönlich damit um?“ Den ersten Gedanken, jetzt schnell noch die Kurtaxe für das nächste Jahr zu zahlen und damit dem Staat ein Schnippchen zu schlagen, kann man getrost verwerfen. SeaHelp hat es bereits probiert: Hat man die Kurtaxe bereits für ein Jahr bezahlt, kann man diese vor deren Ablauf nicht noch einmal entrichten. Nur wer zur Zeit keine Kurtaxe entrichtet hat, hat jetzt die Möglichkeit, diese für ein Jahr (365 Tage gültig) zu bezahlen. Man sollte aber mit spitzem Bleistift rechnen ob sich das lohnt. Geld sparen lässt sich generell, wenn man seinen Aufenthalt gut vorplant und auch nur die Zeiten zahlt, die man tatsächlich auf dem Schiff verbringen will. Mal eben für ein paar Monate zu buchen, auch wenn man die Zeiten nicht ausnutzt, wird wohl künftig der Vergangenheit angehören. Wer hier genau hinschaut, dem wird auch die neue Regelung sicher kein tieferes Loch in den Geldbeutel reißen.

Generell sollte sich jeder Kritiker allerdings vor Augen führen, dass große Teile der Kurtaxe dazu verwendet werden, die touristische Infrastruktur weiter auszubauen. Blickt man zwei Jahrzehnte zurück, hat sich doch bis dato in Kroatien einiges getan: Die Schiffe schwimmen im wohl saubersten Wasser Europas, die Städte sind so sauber wie in kaum einem anderen Land und auch der Rest der touristischen Infrastruktur gilt als wegweisend. Und die politische Situation zwingt niemanden, das Land zu verlassen, wie in einem asiatisch-europäischem Land. Damit das so bleibt, muss ein Staat auch über entsprechende Mittel verfügen.

Übrigens: In Kroatien darf man die Kurtaxe durchaus noch als moderat bezeichnen: Bis zu vier Euro „Ecotasa“ zahlt man künftig auf Mallorca, in vielen deutschen Städten wird neben der Kurtaxe noch die fünfprozentige Bettensteuer bzw. ein „Eintritt zu Strand“ fällig. Und auch Österreich kennt die Ortstaxe. Die City-Maut in London oder die für Urlauber horrend hohe Maut in Slowenien in Relation zu den gefahrenen Autobahn-Kilometern sind da schon eher geeignet, die Urlaubskasse zu plündern.

Der kroatische Staat hat gemäß Artikel 15 und Artikel 20 Absatz 7 des Gesetzes über die Kurtaxe (Gesetzbuch NN 152/08, 59/09 – Korrektur und 30/14) in der Sitzung am 4. August 2017 den Gesetzesvorschlag zur Erhöhung der Kurtaxe für Bootseigentümer für 2018 eingebracht.

Hier gehts zur Onlinepetition -> Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Die pauschalen Beträge der Kurtaxe, die Bootseigentümer für sich und Crewmitglieder, die an Bord nächtigen zu zahlen ist, wird wie folgt berechnet:

Den pauschalen Betrag kann der Bootseigentümer für unterschiedliche Zeiträume beim zuständigen Hafenamt oder deren Zweigstelle bezahlen.

 

Quelle: Narodne Novine (kroatisches Gesetzesblatt)

Ausgabe: NN 78/2017

Nummer des Dokuments in der Ausgabe: 1922



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