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Kohlenmonoxidmelder: Sicherheit an Bord

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Ein trauriger Anlass, der aber mit recht einfachen Mitteln hätte vermieden werden können: Auf einem Charterboot in Dalmatien kam ein 57-jähriger Mann ums Leben, fünf weitere Passagiere mussten mit teils lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen in das Klinikum Split-Firule eingeliefert und intensivmedizinisch behandelt werden. Besonders fatal: Alle Beteiligten schoben die Vergiftungserscheinungen zunächst auf verdorbene Muscheln und andere Schalentiere, die sie zuvor in einem Restaurant in Hvar zu sich genommen hatten. Hätte es an Bord einen Kohlenmonoxid-Warner gegeben, die schon für weniger als 50 Euro im Handel erhältlich sind, wäre es wohl mit einfachem Lüften und einer Nacht an Deck getan gewesen.

Was war passiert? Nach ersten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft soll sich an Bord der Charteryacht ein Generator befunden haben, dessen wohl fehlerhaft montierter Abluftschlauch offensichtlich das hochgiftige Kohlenmonoxid ins Innere des Bootes leitete. Die Besatzung war zuvor in einem angesagten Restaurant in Hvar Essen gegangen. Als erste Vergiftungserscheinungen in Form von Übelkeit auftauchten, schob man das auf angeblich verdorbene Schalentiere, die man zuvor zu sich genommen hatte und legte sich wieder schlafen, was zu einer weiteren Aufnahme des giftigen, bei Überdosierung tödlichen Kohlenmonoxids führte.

Herbeigerufene Hilfskräfte konnten letztlich nur noch den Tod eines Besatzungsmitgliedes feststellen, weitere Besatzungsmitglieder wurden im Klinikum entsprechend behandelt. Das Restaurant, indem die Besatzung zuvor noch gegessen hatte, konnte nach einer ausführlichen Inspektion durch die kroatischen Behörden vollends entlastet werden.

Auch wenn es sich hierbei um einen der wenigen bekannten Vorfälle dieser Art auf Booten handelt, rät SeaHelp: Einer oder mehrere Kohlenmonoxid-Melder gehören auf jede Yacht. Sie weisen die Größe von zwei nebeneinander liegenden Zigarettenschachteln auf und lassen sich recht einfach aufstellen. Ihr Funktionsprinzip ist recht simpel, aber effektiv: Ein Sensor misst den CO-Gehalt in der Luft. Überschreitet der den Grenzwert eine gesundheitsgefährdende Höhe, schlagen die Melder unüberhörbar Alarm. Das Besondere daran: Wird die Yacht eingewintert, kann man den Sensor in der eigenen Wohnung aufstellen. Sollte der heimische Kamin oder die Heizung dann einen Fehler aufweisen und CO austreten, warnt das Gerät ebenfalls (wirklich) unüberhörbar.

Und für alle, die es genauer wissen wollen: Elektrochemische Sensoren aus Zinndioxid verändern ihren Widerstand, wenn Kohlenmonoxid an ihnen vorbeiströmt, da sie oxidierten. Dadurch ändert sich gleichzeitig auch die Leitfähigkeit der Sensoren und es wird ein Alarm (85 Dezibel) ausgelöst. Der Melder sollte der Norm EN 50291 entsprechen. Nach dieser Norm wird bei folgenden Mengen (Angabe in ppm = parts per million) und Dauer an CO in der Raumluft ein Alarm ausgelöst: 30 ppm/120 Minuten, 50 ppm/60 bis 90 Minuten, 100 ppm/10 bis 40 Minuten, 300 ppm/weniger als 3 Minuten.

Typische Symptome, die das hoch giftige, geruch- und geschmacklose sowie unsichtbare Kohlenmonoxid auslöst, sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Müdigkeit.

Wer den Kauf eines solchen Gerätes plant, sollte auf Markenware wie beispielsweise die CO-Melder von Kidde setzen, der in einem SeaHelp-Test schon mal seine Funktionalität unter Beweis stellen durfte. Andere Hersteller sind beispielsweise Abus oder FireAngel.



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