Pressekonferenz des kroatischen Innenministers Davor Božinović: Kroatien will Grenzen für Geschäftsreisende aus dringenden persönlichen und wirtschaftlichen Gründen nach durch SARS-CoV-2 verursachten COVID-19 Pandemie ab 11. Mai öffnen

Nach der durch SARS-CoV-2 verursachten COVID-19 Pandemie: Die Grenzen zu Kroatien öffnen sich, langsam, aber sicher, wie Innenminister Davor Božinović auf der Pressekonferenz am Samstag auf der regulären Pressekonferenz des nationalen Katastrophenschutzes verkündete. Kroaten dürfen, sofern möglich, wieder Auslandsreisen unternehmen und auch ohne Beschränkungen einreisen. Ausländische Staatsbürger können aus dringenden persönlichen, geschäftlichen und anderen wirtschaftlichen Gründen einreisen. Sie müssen sich nach derzeitigem Stand danach nicht in Quarantäne begeben und benötigen auch keinen Corona-Test wegen der durch SARS-CoV-2 verursachten COVID-19 Pandemie. Nähere Ausführungen dazu werden auf einer weiteren Pressekonferenz am Sonntag erwartet.

Für Ausländer aus dringenden geschäftlichen Gründen

„Kroatische Staatsbürger dürfen nach Kroatien einreisen und ins Ausland gehen. Wenn geschäftliche Gründe und andere wirtschaftliche Interessen vorliegen, können sowohl ausländische Staatsbürger als auch aus dringenden persönlichen Gründen reisende ausländische Staatsbürger nach Kroatien einreisen“, sagte der Innenminister und stellvertretende Ministerpräsident laut dem Internetportal RTL Kroatien. Auffällig war allerdings, dass die sonst von Innenminister Davor Božinović angeführten Beispiele in seiner Rede fehlten, wie sich Beobachter vernehmen ließen. Nähere Erläuterungen werden deshalb erfahrungsgemäß am Sonntag folgen.

Frage Yacht- und Immobilienbesitz noch nicht geklärt

Interessant dürfte für Yacht Eigner insbesondere die Tatsache sein, ob die Sorge um das eigene Schiff einen dringenden persönlichen Grund im Sinne der Pandemie-Beschränkungen darstellt oder sich mit dem Besitz einer Yacht geschäftliche oder wirtschaftliche Interessen in Verbindung bringen lassen. Diese Frage bedürfte noch einer Klärung, ebenso wie die Umsetzung der neuen Maßnahmen an den Grenzübergängen.

Unterstützung für Yachtservice-Betriebe nach durch SARS-CoV-2 verursachte COVID-19 Pandemie

Doch wie sieht die Situation tatsächlich aus? Viele Yacht Eigner haben in den vergangenen Wochen Serviceleistungen der örtlichen Reparaturbetriebe in Anspruch genommen. Die Zahlung erfolgt dabei oftmals erst nach persönlicher Abnahme der Arbeiten vor Ort, um mögliche Reklamationen fristgerecht geltend zu machen. Da aber niemand derzeit nach Kroatien reisen kann, erfolgt oftmals auch keine Abnahme und damit auch keine Zahlung. Das heißt, viele kroatische Reparaturbetriebe sitzen derzeit auf einer Vielzahl von Forderungen, die sie in Zeiten der Pandemie nicht eintreiben können. Eine Regelung, wie seitens der Regierung jetzt angekündigt, käme den Unternehmen und auch den Beschäftigten deutlich entgegen.

Klärung der Detailfragen folgt

In einer ähnlichen Situation befinden sich auch viele Ausländer, die über Immobilienbesitz in Kroatien verfügen und diesen vermieten. Zur Vorbereitung auf die Saison, die wohl in absehbarer Zeit starten wird, müssen sie vor Ort sein, um dringend notwendige Arbeiten durchzuführen.

Wie für die entsprechenden Personenkreise eine Einreise letztlich zu erfolgen hat, wurde im Detail noch nicht näher ausgeführt. An den Grenzübergängen soll es jedoch, so der Innenminister, klare Anweisungen geben.

Yachteigner sollten weitere Informationen abwarten

Dennoch möchte die SeaHelp-Redaktion an dieser Stelle betonen, dass das letzte Wort in Sachen Einreise noch nicht gesprochen ist. All diejenigen, die schon buchstäblichen auf gepackten Koffern sitzen und einer Einreisemöglichkeit entgegenfiebern, sei noch zur Geduld geraten. Erst nach weiteren Ausführungen und einer entsprechenden Rückbestätigung einer kroatischen Auslandsvertretung bzw. der kroatischen Regierung sollten weitere Reiseplanungen vorangetrieben werden. Darüber werden wir an dieser Stelle berichten.

Sicher ist indes, dass am Montag, dem 11. Mai die meisten Café-Bars und Restaurants wieder öffnen. Kellner müssen Mundschutz und Handschuhe tragen, der Tischabstand sollte deutlich erweitert werden. Im Rahmen der Lockerungen ist jetzt auch das Einnehmen von Speisen in geschlossenen Räumen wieder möglich, sofern ausreichende natürliche Lüftungsmöglichkeiten vorhanden sind. Auf den Betrieb von Klimaanlagen in Restaurants soll gänzlich verzichtet werden. Schon am Freitag wurden erste Restaurants, die eine Öffnung beabsichtigen, von den Behörden entsprechend inspiziert.

Gespräche mit Deutschland und Österreich über Grenzöffnung laufen…

Wann sich Kroatien für den allgemeinen Tourismus wieder öffnet, darüber ließ sich Davor Božinović noch nicht weiter aus. Nur so viel ließ er sich entlocken: „…dabei sind spezielle bilaterale Gespräche mit einzelnen Ländern möglich. Wenn wir über Tourismus sprechen, insbesondere mit denen, die wichtig sind und eine günstige epidemiologische Situation haben (wie Österreich oder Deutschland, Anm. d. Red.), erleichtert dies Vereinbarungen und ermöglicht es uns, mit einer wichtigen wirtschaftlichen Aktivität für die Republik Kroatien zu beginnen“.

Deutsche Reisewarnung wohl nicht das letzte Wort

Die von Deutschland verlängerte Reisewarnung bis Mitte Juni wird wohl bewusst nicht erwähnt, um die Verhandlungen mit den einzelnen Ländern nicht unnötig zu stören. Derzeit schließen sowohl Deutschland wie auch Österreich vorgezogene Grenzöffnungen nicht aus, wie man den Äußerungen der jeweiligen Regierungsvertreter entnehmen kann. Und die derzeitige, schrittweise Lockerung der Reisebeschränkungen nach Kroatien ist schließlich unübersehbar, auch wenn es nur kleine Schritte sind. Das ist aber wohl auch in erster Linie dem vorsichtigen und verantwortungsvollen Umgang mit der durch SARS-CoV-2 verursachten COVID-19 Pandemie geschuldet.

Coronavirus: Situation in Kroatien (WKO | Wirtschaftskammer Österreich)
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