Tourismusminister tagten auf EU-Ebene: Spezieller COVID-19-Reisepass zu Öffnung der Grenzen wegen Corona geplant

Durch die COVID-19-Pandemie wird das Thema „Sommerurlaub“ auf EU-Ebene derzeit heiß, aber durchaus nicht kontrovers diskutiert, wie kroatische Medien aktuell berichten. Deshalb wurde im Rahmen des Programms der kroatischen Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union am Montag (wie von SeaHelp angekündigt, Anm. d. Red.) eine Videokonferenz von Ministern aus EU-Mitgliedstaaten, die für den Tourismussektor zuständig sind, unter dem Vorsitz von Minister Gari Cappelli abgehalten. Im Gespräch soll unter anderem ein sogenannter „COVID-19-Reisepass“ sein, der den touristischen Austausch zwischen Ländern, die die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bereits recht ordentlich im Griff haben, ermöglichen soll.

Koordinierte Tourismusmaßnahmen statt nationaler Alleingänge

Wie es weiter heißt, erläuterten die Minister verschiedenen Maßnahmen, die die Mitgliedstaaten ergreifen werden, um die Auswirkungen der Pandemie auf den Tourismussektor und andere verwandte Sektoren zu mildern. Darüber hinaus führen viele Regierungen tourismusspezifische Maßnahmen ein, um die unmittelbaren Auswirkungen des Sektors anzugehen und die Erholung zu erleichtern. Vertreter der Mitgliedstaaten waren sich einig, dass mehr auf koordiniertere Weise als bisher getan werden könnte und dass die Unterstützung des Tourismus eine der obersten Prioritäten des Europäischen Konjunkturprogramms darstellen sollte.

Kein „Politker-Sprech“

Weiterhin drückten die Minister ihre starke Unterstützung für neue und innovative Maßnahmen auf nationaler und EU-Ebene zur raschen und effizienten Erholung des Tourismussektors aus. Und damit war in diesem Fall nicht der übliche „Politker-Sprech“ gemeint, wie aus einem Tweet des kroatischen Tourismusministers Gari Cappelli hervorging, den wir an dieser Stelle in deutscher Sprache übersetzen:

Hoffnungsvoller Tweet von Gari Cappelli

Minister @CappelliGari nach Videokonferenz der Tourismusminister:

Es wurde vereinbart, ein gemeinsames Reisedokument zu erstellen, das für alle Länder gültig ist, und die Möglichkeit der Einrichtung von Touristenkorridoren in den Bereichen Straße, Schiene, Schifffahrt und Luftverkehr wurde erörtert.

COVID-19-Pass oder COVID-19-Reisepass

Dieses Dokument wurde von einigen Teilnehmern als COVID-19-Pass, bzw. COVID-19-Reisepass tituliert. Damit bezieht es sich ganz eindeutig auf den Gesundheitsstatus des Eigentümers des Dokuments. Minister Cappelli fügte nach Medienberichten hinzu, dass ein gemeinsamer Plan für das Krisenmanagement vereinbart wurde, unabhängig von individuellen Plänen in einzelnen EU-Ländern.

Viele Länder an Austausch interessiert

„Der Tourismus ist der Schlüssel zur Stärkung, d.h. zur Rettung der Volkswirtschaften“, sagte Cappelli und führte Beispiele anderer Tourismusländer neben Kroatien an, wie beispielsweise Italien, Spanien oder Griechenland.
„Wir werden uns bis spätestens Ende Mai darauf einigen, wenn nicht gemeinsam, dann bilateral mit interessierten Ländern. Bisher haben wir eine respektable Anzahl interessierter Länder“, sagte Cappelli. Dazu dürften, wie am Rande der Konferenz zu vernehmen war, auch Österreich und Deutschland zählen.

Auf die Frage von Reportern, ob die Einreise von Touristen in das Land durch die erworbene Immunität gegen Coronavirus kontrolliert werden soll, lehnte Cappelli eine Antwort ab. „Ich werde diese Details nicht diskutieren, es wird ein gemeinsames Protokoll erstellt, dass bei Ankunft und Abreise dieselben Regeln gelten. Alle Länder arbeiten an der Erstellung des Dokuments, wir waren alle zusammen dort.

Tourismus wichtig für Bruttoinlandsprodukt

Auf der Videokonferenz wurde zusätzlich noch einmal ausdrücklich hervorgehoben, dass der Tourismus in vielen EU-Ländern nicht nur zum BIP beiträgt, sondern auch viele an seiner Wertschöpfungskette beteiligte Sektoren betrifft und den lokalen Gemeinschaften und Einzelpersonen dringend benötigte Einnahmen bringt. In Kroatien beispielsweise erwirtschaftete der Tourismus fast 17 Prozent des BIP, während er in anderen Mitgliedstaaten zwischen 2,6 Prozent in der Slowakischen Republik und 20,6 Prozent in Griechenland lag.

Kroatien hat Präsidentschaft des Europäischen Rates inne

Letztendlich darf sich die gesamte Tourismusbranche glücklich schätzen, das mit Kroatien eine EU-Nation die Ratspräsidentschaft innehat, die die Probleme der Tourismusbranche besser versteht als kaum ein anderes Land. Bei Tourismusminister Gari Cappelli, der den Vorsitz in der Videokonferenz führte, dürfte es sich um einen Praktiker handeln, der offensichtlich das nötige Verständnis für beide Seiten mitbringt, also für die Touristen und die an der Wertschöpfungskette des Tourismus beteiligten Unternehmen.

Lesen Sie auch:

Kroatiens Tourismusminister Gari Cappelli im Interview: Kroatiens konkrete Pläne für Tourismus nach abklingender Coronavirus-Pandemie

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