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SeaHelp-Test: Ankerbojen für Liegeplätze und Ankerbuchten

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Das auf Mooring-Technologien spezialisierte italienische Unternehmen PME Mare hat sich in dieser Sparte seit zwei Jahrzehnten einen Namen gemacht. Jüngstes Produkt der PME-Tüftler für Freizeitskipper: Die Ankerboje Grippy Heavy und die Mooringboje Clik Easy für den Liegeplatz. Welche Vorteile bringen sie wirklich? Lohnt sich die Anschaffung? Wo liegen die Schwächen? Damit SeaHelp-Mitglieder nicht erst nach dem Kauf eventuell negative Erfahrungen mit dem erworbenen Produkt machen, testete die Redaktion schon mal vorab.

Immer sehen, wo der Anker liegt: Die Grippy-Heavy leistet gute Dienste.

Zunächst zur Grippy Heavy. Die Ankerboje, die bei Nichtbenutzung an der Reling fixiert werden kann, verfügt über einen stabilen, zuverlässigen Aufrollmechanismus. Sie wird mit einem Schäkel am Anker befestigt. Lässt man den Anker herunter und gibt Kette, sieht man sofort, wie weit man treibt, bis die Kette gespannt ist. Außerdem ist es beruhigend, zu wissen, wo der eigene Anker liegt. Neuankömmlingen am Ankerplatz wird zudem eindeutig der Verlauf der eigenen Ankerkette durch die Boje weitestgehend angezeigt, so dass er seine Ankerkette nicht über die des Bojenbesitzers legt und so Probleme beim Auslaufen vermieden werden kann.

In Benutzung macht die automatische Ankerboje „Grippy Heavy“ ihrem Namen zunächst einmal alle Ehre: Gute Material- und Verarbeitungsqualität, ein bei Nacht starkes Blinklicht und ein üppig dimensionierter Akku, der über integrierte Solarpaneele in sechs Stunden geladen ist, liefert ausreichend Energie, damit die Boje drei Nächte lang ein helles Blinklicht aussendet. Das mit dem Anker verbundene Seil ist stark genug, um einen 30-Kilo-Anker freizumachen. Im Test ließ sich der Anker mit einem 80-PS-Beiboot nicht mit der Ankerkette, sondern mit dem Seil Halteseil der Boje über Grund ziehen.

Soweit, so gut. In der Realität spielt der „Faktor Mensch“ allerdings auch eine nicht unerhebliche Rolle. Zweimal wurde die Boje von einem Motorboot überfahren. Sie ging zwar nicht unter, war aber nach nur einer Saison total beschädigt. Und auch ihr professionelles Aussehen ist nicht immer von Vorteil: Drei Mal wollte ein Sportboot an der Boje festmachen, weil die Crew es wohl für eine „offizielle“ Ankerboje hielt. Eine gewisse Gefahr besteht auch bei freiem Ankern: dreht der Wind, kann sie sich im Antrieb verhängen und man driftet ab. Außerdem dürfte die Wahrscheinlichkeit groß sein, dass ein Nachbar über die Boje treibt und sie sich bei ihm verhängt.

Der Faktor Mensch: Zweimal wurde die Boje im Test überfahren und trug unübersehbare Schäden davon.

Ein problemloser Einsatz empfiehlt sich also aus Sicht des Testteams vor allem in Buchten, wo Landleinen das Schwojen begrenzen.

Für den angestammten Liegeplatz empfiehlt PME Mare die Clik Easy, die in diesem Zusammenhang am Standort des SeaHelp-Einsatzbootes in Punat gleich mit getestet wurde. Die Mooring-Boje wird an der Mooring-Leine befestigt und liegt im Normalfall mit ihr auf dem Grund. Über ein Signal an der Spitze eines mitgelieferten Enterhakens aktiviert man die Boje, so dass sie an die Oberfläche kommt und mit dem Enterhaken „gefangen“ werden kann. Im Test erwies sich das Prinzip als äußerst zuverlässig und nutzbringend, wobei allerdings vermieden werden sollte, dass die Mooringleine auf der Boje zum Liegen kommt. Auch wenn der Bug hoch über dem Wasserspiegel liegt, bedarf es zum Fangen der Boje einige Übung. SeaHelp-Fazit: Bei kleineren Booten wie beispielsweise das SeaHelp-Einsatzboot ist ein geübter Skipper ohne Boje deutlich schneller beim Ablegen. Bei größeren Booten, bzw. Yachten lautet das Ergebnis der SeaHelp-Tester allerdings recht eindeutig: „Die Clik Easy macht echt Sinn!“



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