Gute Nachricht für Kroatien-Reisende: Seit Dienstag, 11. August 2026, sinken die staatlich begrenzten Kraftstoffpreise. Wer mit Auto, Wohnmobil oder Gespann an die Adria fährt, sollte allerdings wissen, wo er tankt – denn auf Autobahntankstellen gelten die Preisdeckel nicht.
Nach den kräftigen Preissprüngen Ende Juli dreht Kroatien an der Zapfsäule wieder in die andere Richtung. Die Regierung in Zagreb hat neue Höchstpreise für Kraftstoffe beschlossen, die zunächst für sieben Tage gelten. Hintergrund ist das weiterhin praktizierte System staatlicher Eingriffe: Handelsmargen werden begrenzt, zugleich hält die Regierung die zuvor abgesenkten Verbrauchsteuern auf reduziertem Niveau.
Für Eurosuper 95 werden nun maximal 1,56 Euro je Liter fällig – sechs Cent weniger als bisher. Diesel kostet 1,71 Euro, vier Cent weniger. Der vor allem für Landwirtschaft und Fischerei bestimmte „Plavi dizel“ sinkt um drei Cent auf 1,18 Euro. Auch Flüssiggas wird günstiger.
Für Autofahrer ist die Ersparnis durchaus messbar: Bei einer 50-Liter-Füllung sind es gegenüber den Preisen der vergangenen zwei Wochen drei Euro bei Benzin und zwei Euro bei Diesel. Ende Juli waren die Höchstpreise noch auf 1,62 beziehungsweise 1,75 Euro gestiegen.
Noch deutlicher fällt der Effekt der staatlichen Preisbremse gegenüber einem unregulierten Markt aus. Nach Berechnungen der kroatischen Regierung würden Benzin ohne die Maßnahmen derzeit rund 1,71 Euro, Diesel sogar 1,91 Euro je Liter kosten. Bei 50 Litern entspricht das rechnerisch einer Entlastung von 7,50 Euro bei Benzin und zehn Euro bei Diesel.
Achtung Autobahn: Runterfahren kann sich lohnen
Für Urlauber steckt der wichtigste Hinweis jedoch im Kleingedruckten: Die regulierten Höchstpreise gelten nicht an den Tankstellen auf kroatischen Autobahnen. Dort können die Kraftstoffpreise höher liegen. Wer ohnehin eine Pause plant, kann deshalb Geld sparen, wenn er zum Tanken die Autobahn verlässt und eine reguläre Tankstelle im Ort oder an einer Landstraße anfährt.
Service-Tipp: Nicht automatisch zur teureren Premium-Sorte greifen, sondern gezielt nach normalem Eurosuper 95 beziehungsweise Standard-Diesel schauen. Und wer in den kommenden Tagen nach Kroatien fährt, sollte bedenken: Die neue Preisregelung gilt zunächst nur sieben Tage – danach wird neu gerechnet.











