Der ACI geht in die Luft… Kroatiens Marinaverbund ACI plant Aufbau einer Wasserflugzeug-Fluglinie

Marinaverband ACI plant Wasserflugline mit Wasserflugzeugen zu Marinas
Eine Fluglinie mit Wasserflugzeugen soll die einzelnen ACI-Marinas untereinander verbinden, später auch die vorgelagerten Inseln und sogar Flüge in italienische Marinas ermöglichen. | © xbrchx | Adobe Stock

Der ACI (Adriatic Croatia International Club) plant, wie das Internetportal aeroTelegraf unter Berufung auf Quellen aus dem ACI berichtet, eine eigene Wasserflug-Airline einzurichten, die zwischen den ACI-Marinas und den vorgelagerten kroatischen Inseln verkehren soll. Zum Einsatz kommen den Meldungen zufolge fünf Wasserflugzeuge des Typs Cessna Grand Caravan, eines davon soll bereits noch in diesem Jahr angeschafft werden. Die Planung besagt, dass der Flugbetrieb bereits im Mai 2022 aufgenommen werden soll.

Planungen vom ACI bestätigt

Auf Rückfrage bestätigte ACI entsprechende Planungen. Wie die ACI-Presseabteilung allerdings ausdrücklich mitteilte, sei eine finale Entscheidung noch nicht getroffen worden, man prüfe noch die wirtschaftliche Machbarkeit und natürlich auch den Bedarf.

Übernahme der European Coastal Airlines

Zusätzlich zu 22 Marinas, in denen die Wasserflugzeuge starten sollen, sei geplant, weitere sechs Start- und Landeplätze des früheren Betriebes einer Wasserfluglinie, der in Split ansässigen und wohl unter Gläubigerschutz stehenden ECA (European Coastal Airlines) zu übernehmen, wie es weiter heißt. Außerdem soll die ACI bereits das für den Flugverkehr erforderliche AOC, als das Air Operator Certificate beantragt haben, das Portal vermeldete.

Bis zu fünf Wasserflugzeuge geplant

Konkretisiert werden diese Pläne durch eine weitere Meldung des exyuaviation-Blogs. Darin wird Zdravko Delić, Leiter der Sonderprojekte von ACI, mit folgenden Worten zitiert: „Wir starten unsere Fluggesellschaft mit Schwerpunkt auf Wasserflügen, ähnlich dem, was ECA vor ein paar Jahren eingerichtet hat. Leider wurde dieses Unternehmen insolvent. ACI sieht jedoch eine Chance auf dem Markt. Wir planen, Amphibienflugzeuge von Cessna Grand Caravan zu betreiben. Wir werden einen Turboprop erwerben, während zwei weitere geleast werden. Je nach Nachfrage wird die Fluggesellschaft bis zu fünf Flugzeuge in ihrer Flotte haben“.

ACI-Marinas per Wasserflugzeug-Fluglinie verbinden

Geplant sei, wie in diesem Beitrag näher konkretisiert wird, eine Entwicklung in drei Stufen: Zunächst sollten die Marinas untereinander verbunden werden, im zweiten Schritt dann vorwiegend in der Wintersaison eine Verbindung vom Festland zu den kroatischen Inseln aufgebaut werden und im dritten Schritt plant man, eine Fluglinie zwischen den kroatischen Küstenregionen und Italien aufzubauen.

Wasserflugzeuge in Kroatien: Bewegte Geschichte

Wasserflugzeuge an der kroatischen Küste haben schon fast eine lange Tradition: Zunächst startete das Unternehmen Europaen Coastal Airlines im Jahr 2014 recht hoffnungsvoll, musste aber schon bald wegen veralteter Wasserflugzeuge und angeblichen Sicherheitsbedenken den Flugbetrieb wieder einstellen. Seit 2017 stand das Unternehmen unter Gläubigerschutz. Damals flog man noch unter anderem mit Maschinen des Typs de Havilland Twin Otter 6-300. Zwischenzeitlich wollten auch Geldgeber aus Dubai die Wiederaufnahme des Flugbetriebs finanzieren, wie es gerüchteweise hieß, doch letztlich scheiterten diese Pläne.

ACI baut auf Synergien

Wenn sich die Meldungen bewahrheiten sollten, wäre das eine weitere Chance, den kroatischen Tourismus, insbesondere den nautischen Tourismus, weiter anzukurbeln. Da es sich bei der ACI-Marina-Gruppe um ein Unternehmen handelt, dass sich größtenteils in Staatsbesitz befindet, dürften sich die bürokratischen Hindernisse in entsprechenden Genehmigungsverfahren in überschaubaren Grenzen halten, gleichzeitig könnte man die Synergien bezüglich möglicher Start- und Landeplätze nutzen, die ja in den Marinas quasi schon vorhanden sind.

Bisher aber nur in fortgeschrittener Planungsphase

Und mit einem Unternehmen wie der ACI im Rücken sollte der Fluglinie ein guter Start garantiert sein, wenn die Planungsphase sowie die Bedarfsermittlung mit einem positiven Ergebnis abschließen sollte. Insbesondere die schnelle Erreichbarkeit der vorgelagerten Inseln in den Wintermonaten würde dann auch die medizinische Versorgung der dort wohnhaften Einheimischen nachhaltig sicherstellen.

Wir werden an dieser Stelle weiter über den Fortgang des Projektes berichten, sobald uns weitere Informationen seitens der ACI vorliegen.

 

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