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Verkauf von Booten und Zubehör über Online-Plattformen: Vorsicht vor Privatverkäufer-Betrug!

Verkauf von Booten und Zubehör über Online-Plattformen: Vorsicht vor Privatverkäufer-Betrug!
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Was als harmloser Verkauf eines gebrauchten Bootes oder Zubehörs beginnt, kann für Verbraucher teuer enden. Statt Geld für ihre Ware zu bekommen, verloren Betroffene viel Geld. Das ist mittlerweile leider kein Einzelfall mehr: das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland warnt vor Betrug und Abzocke durch Betrügern, die sich auf europäischen Online-Second-Hand-Plattformen tummeln.

Längst haben sich beim Verkauf von Booten und teurem Zubehör Online-Plattformen etabliert. Wer etwa bei ebay Kleinanzeigen unter der Rubrik Boote & Zubehör das Stichwort „Boote“ eingibt, landet auf Anhieb mehrere Hundert Treffer. Doch hier ist besondere Vorsicht geboten, denn Kriminelle versuchen, statt den vereinbarten Kaufpreis zu bezahlen, die Verkäufer „abzuzocken“.

Nach einer Meldung des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) Deutschland in Kehl läuft diese Masche folgendermaßen ab: vermeintliche Kaufinteressenten nehmen über europäische Online-Verkaufsplattformen wie Vinted oder Kleinanzeigen Kontakt zu den Betroffenen auf. Dabei wird nach einer Telefonnummer oder einer privaten E-Mail-Adresse gefragt. In der Hoffnung, eine Zahlung für die angebotene Ware zu erhalten, lassen sich Verbraucher aus der sicheren App-Umgebung herauslocken.

Anschließend erhält der Verkäufer eine scheinbar offizielle Schritt-für-Schritt-Anleitung, um den Kaufbetrag zu bestätigen. Er soll dazu einen QR-Code scannen, der auf eine täuschend echt aussehende Zahlungsseite führt. Das Ablesen des elektronischen QR-Codes soll eine angeblich sichere Bezahlmethode darstellen. Ziel ist es, den Verkäufer dazu zu bringen, sensible Daten wie Online-Banking-Zugangsdaten oder Kreditkarten-Nummern preiszugeben.

 

Betrug beim Verkauf von Booten und Zubehör über Online-Plattformen: Fake Zahlungsseiten.
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Das Ziel des Betrugs: die Verkäufer sollen sensible Zahlungsdaten preisgeben

Häufig geben die Betrüger an, dass die Plattform diese Daten fordere, um den Verkauf des Produktes erfolgreich abschließen zu können. Da viele Nutzer das Verfahren nicht kennen und auf eine schnelle Zahlung hoffen, fällt der Betrug häufig nicht sofort auf. Vor allem neue Anwender, die den genauen Prozess des Handels noch nicht kennen, sind häufig Opfer dieser Betrugsmasche.

In manchen Fällen geben sich die Täter sogar als Support-Personal der Plattform aus, um das Opfer unter Druck zu setzen, Vertrauen zu gewinnen und die Freigabe der Zahlung zu erwirken, warnt das EVZ. Das Ergebnis: Kriminelle erlangen wichtige Zugangsdaten und können eigenmächtig Abbuchungen vornehmen.

So lässt sich ein Betrug vermeiden: nicht von der Plattform weglocken lassen: Der gesamte Verkaufsprozess mit dem interessierten Käufer sollte ausschließlich innerhalb der Plattform stattfinden. Die Herkunft des QR-Codes prüfen, um sicherzustellen, dass er von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt. Einen QR-Code-Scanner mit integrierter Sicherheitsfunktion nutzen, der verdächtige URLs erkennt und davor warnt.

Empfehlung: den gesamten Verkaufsprozess über die Plattform abwickeln

Außerdem sollten keine persönlichen Telefonnummern oder E-Mailadressen weitergegeben werden. Wenn eine externe Webseite geöffnet werden soll: auf Rechtschreibfehler und das generelle Erscheinungsbild achten. Wirkt etwas unseriös: Besser nichts anklicken. Und: keinesfalls Bankdaten, geschweige denn Online-Banking-Logins preisgeben!

Was tun, wenn das Geld schon weg ist? Die EVZ rät: die Verkaufsplattform kontaktieren und verdächtige Profile melden. Umgehend die eigene Bank kontaktieren! Betroffene sollten versuchen, die gezahlten Beträge über eine Rückbuchung (ein sogenanntes Chargeback) zurückzufordern. Der Vorgang sollte bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden. Empfehlung: Betroffene sollten sich rechtliche Hilfe holen.

„Zur Sicherung von Online-Konten sollte stets eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktiviert werden. Zudem gilt: Der Empfang von Zahlungen erfordert in aller Regel keine Anmeldung oder Bestätigung per Login. Wer dazu aufgefordert wird, sollte misstrauisch werden, hier handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Betrugsversuch“, sagt Alexander Wahl, Jurist beim EVZ Deutschland.

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