SeaHelp-Interview mit dem Direktor des Istrianischen Tourismusverbandes: Sicheres Istrien – aktuell nur acht Corona-Infizierte bei 210.000 Einwohnern

Interview zur Corona Lage in Istrien / Kroatien
Auch die Hafenpromenade von Porec, dem Sitz des istrianischen Tourismusverbandes, füllt sich so langsam wieder mit Leben.

In der Region Istrien stellt sich die touristische Situation angesichts der durch SARS-CoV-2 bedingten COVID-19 Pandemie (Corona) derzeit deutlich besser da als im restlichen Kroatien. Während man in den südlichen Landesteilen nach vorliegenden Berichten kaum ausländische Touristen ausmachen kann, hat Istrien bereits 54 % der Vorjahreszahlen erreicht. Die Gründe liegen auf der Hand: Unter den knapp 210.000 Einwohnern dieses nördlichsten Landesteils Kroatiens befinden sich derzeit (08.07.2020) gerade einmal acht an Corona erkrankte Personen. Außerdem spricht die Nähe zu Österreich und Deutschland für die beliebte Urlaubsdestination, die seit dem Corona-Ausbruch vieles anderes und auch besser gemacht hat.

SeaHelp fragte beim Direktor des istrianischen Tourismusverbandes, Denis Ivošević nach, warum Istrien derzeit von den Corona-Schlagzeilen weitestgehend verschont blieb. Übrigens: Er selbst würde auch seiner Familie, wenn sie denn im Ausland leben würde, einen Urlaub in Istrien empfehlen. Das war zwar nicht anders zu erwarten, doch letztlich hat er dafür gute Argumente.

Interview zur Corona-Lage in Istrien:

SeaHelp: Wie stellt sich Situation hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Tourismus in Istrien dar?

Denis Ivošević: Wie alle Länder und Regionen der Welt ist auch Istrien vom Problem von Covid-19 betroffen. In Bezug auf den Tourismus wurden Ende Mai zahlreiche touristische Einrichtungen eröffnet, um im Juni die ersten Ergebnisse zu erzielen. Der Juni endete mit 32% des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während die ersten Julitage bis gestern unter den Bedingungen, unter denen wir leben, äußerst gute Ergebnisse erzielten und das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 54% betrug.

SeaHelp: Gibt es aktuell infizierte Personen?

Denis Ivošević: Angesichts der Tatsache, dass wir Italien sehr nahestehen und täglich eine große Anzahl von Menschen aus Istrien in Italien zur Arbeit geht, haben wir seit Anfang Februar die Situation in Italien verfolgt und uns rechtzeitig auf eine mögliche Ausbreitung der Infektion vorbereitet. Als sich die Situation in Italien verschlechterte, haben wir sofort entsprechende Maßnahmen getroffen, die letztendlich den gesamten Verlauf des erfolgreichen Kampfes gegen Covid-19 bestimmten.

Acht Tage, bevor der nationale Krisenstab die bekannten Schutzmaßnahmen einführte, haben wir auf regionaler Ebene bereits die Reise- und Bewegungsfreiheit durch Istrien eingeschränkt, die Arbeitszeit bestimmter Institutionen und Geschäfte reduziert und auf diese Weise das ganze Ausmaß dieser COVID-19-Pandemie verhindert. Insgesamt hatten wir in Istrien 98 Menschen, die mit Covid-19 infiziert waren, Ende April hatte Istrien keine Infizierten mehr.

Vor zehn Tagen erschienen stellten wir anhand von Tests Neuinfektionen fest. Wir haben derzeit 8 infizierte Personen in Istrien, diese Personen sind aus Bosnien zurückgekehrt und stellen isolierte Einzelfälle dar, was bedeutet, dass die Situation weiterhin unter Kontrolle ist.

SeaHelp: Profitieren Sie von der Nähe zu Deutschland und Österreich?

Denis Ivošević: Ich denke, dass die Sicherheit des Ziels im Hinblick auf die Bewältigung dieser Krise sowie die ausgearbeiteten Aktionsprotokolle für den Fall, dass ein Infektionsproblem auftritt, für die Kommunikation mit unseren Gästen von entscheidender Bedeutung sind. In Istrien funktioniert die Zusammenarbeit zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor sehr gut, der Dialog wird täglich geführt und wichtige Entscheidungen werden getroffen. Daher ist dies in erster Linie die wichtigste Tatsache. Die Nähe der Destination Istrien zu Deutschland und Österreich ist die zweite wichtige Tatsache, da Istrien leicht mit dem Auto zu erreichen ist.

SeaHelp: Hand aufs Herz: Gesetzt den Fall, ihre Familie lebt in Deutschland. Würden sie ihrer Frau und ihren Kindern einen Urlaub in Istrien empfehlen?

Denis Ivošević: Absolut ja, Istrien ist das nächstgelegene Touristenziel, das Sie bequem mit dem Auto in ca. 5-6 Stunden erreichen können. Gleichzeitig ist Istrien die am nächsten gelegene Destination an der Adria. Doch was derzeit am wichtigsten ist: Istrien stellt im Sinne von Covid-19 ein sicheres Urlaubsziel dar.

SeaHelp: Vielen Dank für das Gespräch.

 

Denis Ivošević
Der Direktor des istrianischen Tourismusverbandes, Denis Ivošević im Gespräch mit der SeaHelp-Redaktion
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