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Gedeckelt: Spritpreise in Kroatien ab sofort unter staatlicher Kontrolle

Kraftstoffpreise: Stabile Spritpreis dank Deckelung in Kroatien

Kroatien-Liebhaber, die planen mit der eigenen oder gecharterten Yacht in dieser Saison den Urlaub in dem besonders im DACH-Raum beliebten Adria-Anrainer zu verbringen, können aufatmen: entgegen der deutlichen Preiserhöung von Benzin und Diesel in den letzten Tagen wegen des Iran-Konfliktes steigen die Spritpreise in Kroatien nur sehr moderat.

„Bootsfahrer in Kroatien können sich sicher fühlen, denn der kroatische Staat hat die Spritpreise aktuell unter Kontrolle gestellt, um eine Überteuerung der Preise zu verhindern“, sagt SeaHelp-Geschäftsführer Wolfgang Dauser; niemand müsse nun in Panik verfallen – jeder könne sich das Bootfahren in Kroatien auch weiterhin leisten.

Hintergrund ist der aktuelle Iran-Krieg, der sich vor allem über steigende Rohölpreise und gestörte Transportwege (Straße von Hormus) auf die europäischen Kraftstoffpreise auswirkt. Etwa 20 % des weltweiten Ölhandels läuft normalerweise durch diese Route – jede Störung führt daher sofort zu höheren Preisen weltweit.

Im DACH-Raum sind die Spritpreise seit Kriegsbeginn deutlich gestiegen (betrifft vor allem Diesel), Beispiel Deutschland: vor Kriegsbeginn (Ende Februar 2026) kostete Super E10 etwa 1,78–1,80 €/l, Diesel etwa 1,75–1,80 €/l. Nach Kriegsbeginn (März 2026) stieg der Preis sprunghaft auf etwa 2,01 €/l (Super E10), und für Diesel muss man seitdem etwa 2,13 €/l berappen, was einer durchschnittlichen Preissteigerung von 13% bei Benzin (E10) und sogar von 22% bei Dieselkraftstoff entspricht.

Aktuelle Spritpreise in Österreich

Aktuelle Spritpreise in Deutschland

 

Entwarnung für Bootsurlauber: in Kroatien gibt es aktuell eine Spritpreis-Bremse

„Die Situation in Kroatien stellt sich hier jedoch komplett anders und für die Verbraucher positiver dar, weil es dort aktuell eine staatliche Obergrenze für den Kraftstoffpreis gibt“, sagt Denis Lipvac von der SeaHelp-Einsatzzentrale im kroatischen Punat. Die staatlich gedeckelten Obergrenzen lägen aktuell bei Benzin bei max. 1,50 €/l, und bei Diesel bei max. 1,55 €/l, so Lipovac, ohne Eingriff würde man für den Liter Benzin rund 1,55 € und für den Liter Diesel etwa 1,72 € zahlen müssen.

Aktuelle Spritpreise in Kroatien

 

„Zusätzlich hat der kroatische Staat die Diesel-Verbrauchssteuer gesenkt“, sagt Lipovac; der Preisdeckel gelte zunächst für ca. zwei Wochen.

 

 

Die Preisdeckelung in Kroatien, von der auch Bootsurlauber in vollem Umfang profitieren, hat positive Effekte für die Verbraucher, denn sie stabilisieren die Preise – Autofahrer zahlen aktuell deutlich weniger als im restlichen Europa, konkret: 25-30% ist der Kraftstoff aktuell günstiger als im DACH-Raum.

Positive Nebeneffekte: da die Spritpreise unmittelbare Auswirkungen auf die Lebensmittel- und Transportpreise haben, wirkt die Maßnahme inflationsdämpfend. Und da niedrigere Spritpreise für Urlaubsländer wirtschaftlich enorm wichtig, verschafft sich Kroatien so einen deutlichen Tourismus-Vorteil.

Grundlage für die Deckelung der Spritpreise ist ein Dekret der kroatischen Regierung vom 9. März

Grundlage der „Kraftstoffpreis-Deckelung“ in Kroatien ist ein Beschluss der 152. Sitzung der Regierung der Republik Kroatien vom 9. März 2026, durch den das „Dekret zur Festlegung der Höchstpreise für Erdölderivate im Einzelhandel“ 10. März in Kraft treten und zunächst bis zum 23. März gelten soll. Nach dem Ablauf soll entscheiden werden, ob das Dekret weiter verlängert werden soll.

 

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Mehr Informationen

 

Die Besteuerung von Energieerzeugnissen und Elektrizität auf EU-Ebene ist in der Richtlinie 2003/96/EG vom 27. Oktober 2003 zur Neugestaltung des Gemeinschaftsrahmens für die Besteuerung von Energieerzeugnissen und Elektrizität (ABl. L 283 vom 31. Oktober 2003, S. 51) geregelt. Die Richtlinie legt die Mindestbeträge der Verbrauchsteuern für einzelne Energieerzeugnisse und Elektrizität fest. Nach dem Dekret vom 9. März werden Verbrauchsteuersätze für bleifreies Benzin und Dieselkraftstoff weiter mit den in der Richtlinie 2003/96/EG vorgeschriebenen Mindestsätzen bleiben.

Die in der Verordnung festgelegten Höchstbeträge für Einzelhandelspreise umfassen den Einzelpreis des Erdölderivats, die Verbrauchssteuer und die Mehrwertsteuer und stellen die Höchstpreise dar, die Händler von Erdölderivaten auf dem Gebiet der Republik Kroatien anwenden dürfen. „Ohne staatliche Maßnahmen würde der Preis für Eurodiesel bei 1,72 Euro pro Liter liegen, das sind 24 Cent mehr als der aktuelle Preis von 1,48 Euro“, sagt SeaHelp-Manager Denis Lipovac. Mit den staatlichen Maßnahmen läge er bei 1,55 Euro, also lediglich 7 Cent über dem aktuellen Preis.

„Ohne die Maßnahmen der Regierung würde der Preis für Eurosuper 1,55 Euro pro Liter betragen, das sind 9 Cent mehr als der aktuelle Preis von 1,46 Euro“, so Lipovac weiter. Mit den Maßnahmen der Regierung würde er 1,50 Euro betragen, also nur 4 Cent mehr als der aktuelle Preis. „Das sind die Regelungen für normale Treibstoffe“, schränkt Lipovac ein; die Spritpreise für höheroktaniges Benzin und alle Premiumkraftstoffe könnten weiterhin frei festgelegt werden.

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