Staus auf dem Weg nach Kroatien vermeiden: Ausweichrouten für Kroatienurlauber

Stau Grenze Kroatien / Slowenien: Ausweichroute
Wer dem Grenzstau bei der Einreise nach Kroatien ein Schnippchen schlagen will, nutzt clevere Ausweichrouten und Google Maps und sich die Staus anzeigen zu lassen.

Am 21. bzw. 24. Juni beginnen in den deutschen Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein die lang ersehnten Sommerferien und damit steigt die Gefahr für Staus. Für deutsche Urlauber auf dem Weg nach Kroatien und natürlich zurück auf dem Rückweg nach Deutschland allerdings mit einem äußerst nervigen Hindernis: Die Grenzübergänge von Slowenien nach Kroatien auf der Hinreise, bzw. die Grenzübergänge von Kroatien nach Slowenien auf der Rückreise.

Aktuell – man möchte fast sagen, rechtzeitig zum Beginn der Ferienzeit – haben die Slowenen ihre Grenzkontrollen wieder verstärkt mit dem Ergebnis, dass Kroatienurlauber kilometerlange Staus in Kauf nehmen müssen, um an ihr Urlaubsziel (und auch wieder zurück) zu gelangen. SeaHelp gibt ein paar Empfehlungen, wie man dem Stau bei der Einreise nach Kroatien dennoch über Ausweichrouten ein Schnippchen schlagen kann.

Grenze Slowenien / Kroatien Schengen-Außengrenze

Generell sei aber erwähnt: Kroatien zählt noch nicht zum Schengen-Raum, bei der Grenze Slowenien/Kroatien handelt es sich um die Schengen-Außengrenze. Ob die aber von den Slowenen auch vor offensichtlich als Urlauber erkennbare Personen derart geschützt werden muss, dass jeder Ausweis sowohl bei der Einreise als auch bei der Ausreise eingescannt werden muss und die Wartezeit an den Wochenenden meist nur noch in Stunden angegeben werden kann, sei an dieser Stelle wirklich dahingestellt. Und ob für den kurzen Transit durch Slowenien dieses Prozedere wirklich zielführend sein dürfte oder lediglich als Schikane wahrgenommen wird, sei ebenfalls dahingestellt.

Wer sich nicht schon über die hohe Straßenmaut in Slowenien erregt hat, dem vergeht wohl wegen der Wartezeit im Stau an den Grenzübergängen letztlich die Lust, diesem an sich schöne Land mit seinen Bergen, Seen und der Adriaküste einen längerfristigen Besuch abzustatten.

Einreise nach Istrien / Kroatien

Zunächst einmal ein Tipp für Reisende auf dem Weg nach Istrien: Wer der offiziellen Beschilderung folgt, wird in Koper zwangsläufig über die E 751 zum Grenzübergang Kaštel geführt, der von Slowenien aus nach Kroatien überleitet und wohl der am meisten benutzte Grenzübergang sein dürfte – leider in den Sommermonaten mit entsprechend langen Staus. Wer schon länger nach Kroatien reist, kennt aber auch den zweiten Grenzübergang Plovanija als Ausweichroute. Dazu bleibt man in Koper auf der A 1, ignoriert die Beschilderung und fährt die „alte“ Route am Meer entlang. Die Grenzübergangsstelle Plovanija liegt Luftlinie etwas 1,5 Kilometer vom Grenzübergang Kaštel entfernt, beide Wege führen unmittelbar zum „Istrianischen Y“, der Autobahn zu den istrianischen Badeorten an der Küste Istriens.

Ein Geheimtipp: Der wenig benutzte Grenzübergang bei Požane-Sočerga gilt ebenfalls als Ausweichroute, ist aber kaum bekannt. Hier sollte man sich allerdings vorher über die Öffnungszeiten informieren.

Ausweichrouten Kvarner Bucht, Dalmatien

Wer allerdings aus Österreich kommend Richtung Kvarner Bucht oder Dalmatien unterwegs ist, der wird, zumindest wenn er der slowenischen Beschilderung folgt, über die A 1 / E 61 nach Kozina und dann zum Grenzübergang Pasjak geleitet. All diejenigen, die sich hier deutlich besser auskennen, in erster Linie Österreicher auf dem Weg zum Kvarner oder Dalmatien, biegen aber auf der A 1 / E 61 bereits in Postojna (Adelsberg) auf die A 6 ab, fahren die Abkürzung Pivka – Knezak – Ilirska Bistrica und wählen den Grenzübergang Rupa. Allerdings staut es sich in den Sommermonaten oft schon weit vor Rupa und Pasjak, sowohl bei der Einreise als auch bei der Ausreise.

Zeit sparen bei Staus

Deshalb kann es sich je nach Verkehrsaufkommen lohnen, einmal eine Ausweichroute zu wählen, zumindest dann, wenn man nur mit dem PKW und nicht mit dem Gespann unterwegs ist. Wer in Slowenien kurz hinter Ljubljana auf der A 2 nicht nach Postojna abbiegt, sondern auf den Südring A1 wechselt und dann die Ausfahrt Lavrica Richtung Kocevje zur 106 wählt, fährt im wahrsten Sinne des Wortes „über die Dörfer“, eine Ausweichroute, die gut eine halbe Stunde mehr Zeit in Anspruch nimmt. Dafür staut es sich aber am Grenzübergang Petrina deutlich weniger. Beträgt die Wartezeit am Grenzübergang Rupa eine Stunde, gewinnt man über die Ausweichroute Petrina trotz der etwas beschwerlicheren Strecke immerhin noch 30 Minuten.

Mit Google Maps sicher und pünktlich zum Ziel

Und gleich noch ein weiterer Tipp, der für die komplette Anreise gilt: Zuverlässige Stauinfos liefert Google Maps, der Kartendienst, der auf vielen modernen Navigationsgeräten bereits vorinstalliert ist. Wer Google Maps noch nicht im Navi als Kartenmaterial zur Verfügung hat, kann es auf dem Handy nutzen (Apple, Android), ggf. auch als zusätzlichen zuverlässigen Stauwarner mit einer einfachen Handyhalterung. Die Daten sind nach Erfahrung der Redaktion relativ zuverlässig und können einem so manche Stunde im Stau, nicht nur an der Grenze, ersparen. Aber diese Funktion sollte man nicht erst während der Anreise testen, sondern zumindest vorher einmal ausprobiert haben.

Links Grenzübergänge und Wartezeiten an der Grenze

Für all diejenigen, die sich noch genauer informieren wollen, wo es sich an den Grenzübergängen gerade staut, hier ein paar Links (für den Beifahrer):

  1. Grenzwartezeiten Karawankentunnel und Walserberg
  2. Grenzwartezeiten Macelj und Pasjak
  3. Grenzwartezeiten Slowenien
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