Winterpause für die Segel: Trocken, sauber und möglichst knickfrei

Segel erholen sich von der Saison am besten, wenn sie sauber und trocken an einem gut durchlüfteten Ort aufbewahrt werden. SeaHelp hat sieben Tipps für die richtige Segelpflege im Winter zusammengestellt.

Segel auf Schäden durchsehen

Da ein kleiner Riss, da eine aufgehende Naht und dort eine schadhafte Stelle – bevor die Segel bis zur nächsten Saison eingemottet werden, sollten sie sorgfältig auf Schäden untersucht und wenn nötig zum Segelmacher gebracht werden. In den Wintermonaten haben die Segelmacher meist mehr freie Kapazitäten als im Frühjahr, wenn die „neuen Tüten“ geordert werden oder beim Hochziehen der Segel auffällt, dass der Riss vom letzten Jahr nicht von allein verschwunden ist.

SeaHelp Extratipp: Manche Segelmacher bieten auch die Durchsicht der Segel, Reparatur und ein anschließendes Winterlager an. Praktisch für alle, deren Keller und Garagen schon von anderen Hobbys belegt sind.

 

Spinnaker (Segel) einer Segelyacht wird fvor dem einwintern repariert.
© Irk Boockhoff |Adobe Stock

 

Sauber machen

Biologische oder auch organische Reste am Segel – und sei es nur ein wenig Schlamm am Topp von der letzten Kenterung – sind ein idealer Nährboden für Pilze, die dann hässliche schwarze Flecken verursachen. Am besten wird Segeltuch mit klarem Wasser gereinigt. Wenn sich doch schon Stockflecken gebildet haben, kann man die entsprechenden Stellen in einer milden Chlorlösung mit einer Konzentration von unter einem Prozent Chlor für rund zwei Stunden einweichen. Danach mit klarem Wasser und einer Bürste gründlich, aber nicht zu heftig, abschrubben.

Trocken wegpacken

Um unschöne Stockflecken zu vermeiden, dürfen die Segel nur weggepackt werden, wenn sie wirklich trocken sind. Feuchtigkeit schadet zudem den Beschlägen und führt zur Korrosion, Reißverschlüsse werden gammelig, wenn Segel zu feucht weggepackt werden. Und auch der Lagerplatz muss trocken sein, mäßig beheizt und mit ein wenig Luftzirkulation.

Segel entlasten

Wird das Segel zusammengelegt, müssen die Latten vorher herausgenommen werden. Falls noch nicht geschehen, unbedingt mit einem wasserfesten Stift beschriften, welche Latte wohin kommt. Wird das Segel gerollt, können die Latten im Segel bleiben, sollten aber entlastet werden, damit das Segel nicht monatelang unter Spannung steht.

Knicke vermeiden

Am besten für die Fasern ist es, wenn die Segel aufgerollt gelagert werden. Das geht mit einem Jollensegel noch gut, doch spätestens das Großsegel einer durchschnittlichen 40 Fuß Yacht sprengt im gerollten Zustand die Kapazitäten der meisten Garagen. Wer nicht rollen kann, darf sein Dacronsegel auch knicken – aber nur so wenig wie nötig und so sanft wie möglich. Am besten werden Segel in rund einem Meter breiten Bahnen parallel zum Achterliek zusammengelegt. Beim Falten sollte zudem darauf geachtet werden, nicht immer an denselben Knickstellen zu falten, sondern zu variieren, um nicht immer die gleichen Punkte zu belasten.

Nicht geknickt werden dürfen die eingearbeiteten Folienfenster im Segel, da sie sonst brüchig werden und reißen. Teure Laminatsegel, die vor allem auf Regattayachten zum Einsatz kommen, sollten auch nur gerollt werden.

SeaHelp Extratipp: Auch Spinnaker, Gennaker und Blister sollten über einen längeren Zeitraum nicht lose in den Sack gestopft, sondern ordentlich zusammengelegt aufbewahrt werden. Dazu breitet man das Segel auf dem Boden aus, halbiert es und legt es über die beiden Schothörner zusammen. Nun lässt es sich bequem in Bahnen zusammenlegen.

Gut belüftet und leicht beheizt

Das perfekte Winterlager für Segel ist trocken, gut belüftet und zumindest leicht beheizt. Ist der Raum zu feucht, können leicht Stock- oder auch Schimmelflecken entstehen. Vor allem sollten die empfindlichen Segel keinem Frost ausgesetzt sein. Die Minustemperaturen schädigen Fasern und Laminate.

SeaHelp Extratipp: Wird in den Wintermonaten unter Deck nicht gearbeitet, können Fahrtensegel auch ordentlich zusammengelegt auf den Bänken in der Messe aufbewahrt werden.

Segelsäcke beschriften

Wer mehr als zwei Segel hat, weiß schon bald nicht mehr, in welcher der vielen Segelsäcke welches Segel lagert. Sehen auch auf den ersten Blick alle gleich aus…Um zu vermeiden, dass die schöne Ordnung, mit der alle Segel sauber, trocken und gerollt weggestaut wurden, von einem hektisch suchenden Crewmitglied torpediert wird, hilft eine deutliche Beschriftung der Segelsäcke.

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