Die alte Seehandelsbörse von Palma „La Lonja“ oder katalanisch „Sa Llotja“ wurde im 15. Jahrhundert als Handelszentrum der Kaufleute Mallorcas gebaut und gilt bis heute als eines der bedeutendsten Beispiele ziviler Gotik in Spanien. Skipper auf Landgang können das vom mallorquinischen Architekten Guillem Sagrera entworfene und zwischen 1426 und 1447 errichtete Gebäude besichtigen – und zwar kostenlos.
Fast 580 Jahre ist „La Lonja“ (deutsch soviel wie Handelsbörse oder Auktionshalle; katalanisch: „Sa Llotja“) alt – und erstrahlt dennoch in frischem, ursprünglichem Glanz. Damals wurden in der alten Seehandelsbörse alle Arten von Handelsgeschäften abgeschlossen, der Hafen verwaltet und der Seehandel organisiert.
Heute ist das Gebäude öffentlich zugänglich und wird für wechselnde Kunstausstellungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Der Eintritt ist in der Regel frei; Besichtigungen sind aktuell möglich freitags bis sonntags sowie dienstags bis donnerstags jeweils von 10:30–13:30 Uhr und 17:30–21:00 Uhr.
Die große Halle wird von sechs steinernen Palmenstämmen getragen
Warum man das Gebäude bei einer Stippvisite durch Palma miteinbeziehen sollte: Das Besondere an der Lonja ist vor allem der Innenraum. Statt vieler kleiner Räume gibt es eine einzige große Halle, die von sechs spiralförmigen Säulen getragen wird. Diese Säulen wirken wie steinerne Palmenstämme, die sich nach oben ins Gewölbe verzweigen.

Viele Besucher beschreiben den Raum deshalb wie einen „Palmenhain aus Stein“. Genau dieses ungewöhnliche Raumgefühl macht das Gebäude so eindrucksvoll und anders als viele andere gotische Bauwerke.
Auch außen ist die Lonja sehenswert: vier große achteckige Ecktürme, kleinere Türmchen, ein reich verziertes Portal und gotische Fenster lassen das Gebäude fast wie eine Mischung aus Kirche und Festung wirken. Über dem Eingang steht ein steinerner Engel, der als Schutzengel der Kaufleute gilt.

Die Lonja zeigt, wie reich und bedeutend Palma im Mittelalter als Handelsstadt war
Das Gebäude ist jedoch nicht nur schön anzuschauen, es erzählt auch viel über Palmas Vergangenheit. Die Lonja zeigt, wie reich und bedeutend Palma im Mittelalter als Handelsstadt war. Außerdem liegt sie perfekt mitten in der Altstadt, nur wenige Minuten von der Kathedrale und dem Hafen entfernt. Selbst wenn man nur kurz hineingeht, bekommt man einen der eindrucksvollsten Innenräume Palmas zu sehen – und direkt danach kann man durch das Viertel La Lonja mit seinen kleinen Gassen, Bars und Restaurants spazieren.

Bootscrews erreichen La Lonja ganz einfach; in direkter Nähe befindet sich etwa die Marina Moll Vell – direkt am alten Hafen unterhalb der Kathedrale, wenige Gehminuten von La Lonja entfernt. Hier liegen oft Yachten und Superyachten; außerdem findet dort die große Bootsmesse von Palma statt.
Auch der traditionsreiche Yachtclub Real Club Nàutic de Palma ist nicht weit entfernt; weitere Häfen und Marinas in der Nähe sind La Lonja Marina Charter praktisch unmittelbar neben dem Gebäude, die Marina Port De Mallorca weiter westlich an der Uferpromenade und der Puerto Palma im Westen des Stadtzentrums mit vielen Liegeplätzen und Charterfirmen.











