Kommt jetzt doch noch die Yacht Niniette 66 passend zum Auto? E-Mobility-Pionier Rimac unterzeichnet Joint Venture mit Bugatti

E-Mobility-Pionier Rimac unterzeichnet Joint Venture mit Bugatti: Kommt jetzt doch noch die Yacht Niniette 66 passend zum Auto?
Für den, der schon alles hat: Kommt demnächst doch noch die Yacht, passend zum Fahrzeug? | Foto: Bugatti

Sie fahren bereits den knapp vier Millionen Euro teuren Bugatti Chiron Super Sport mit gut 1.600 PS, einer Höchstgeschwindigkeit von abgeriegelten 440 km/h und suchen eine passende Yacht in Wagenfarbe? Kein Problem, wenn gerade noch gut vier Millionen Euro irgendwo ungenutzt herumliegen, sollte eigentlich Yachtbauer Palmer Johnson das passende Accessoire in Form einer Yacht dazu liefern, auf Wunsch auch inklusive Feuertisch an Bord, um standesgemäß die Marshmallows zu grillen.

Die Betonung liegt auf „sollte“: Trotz medienwirksamer Ankündigungen ist nicht überliefert, ob die Niniette mit ihrem avantgardistischen Äußeren jemals vom Stapel gelaufen ist. Zumindest liefert selbst die Bugatti-Homepage dazu keine weiteren Details, lediglich auf der Internetseite des Yachtdesigners Palmer Johnson findet man noch konkrete Hinweise zu dem Projekt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Projekt Niniette 66 – die Yacht in Wagenfarbe

Die Chance, dass die Kombination Bugatti Chiron / Bugatti Niniette 66 allerdings demnächst auch in den Marinas an der kroatischen Adria auftauchen könnte, steigt jetzt erheblich mit der Meldung, das Porsche und Rimac Automobili ihre Planungen für ein neues Joint Venture von Bugatti und Rimac unter dem Namen Bugatti Rimac abgeschlossen haben.

Unkonventionelle Marketing-Ideen sind schließlich das Aushängeschild des kroatischen Vorzeige-Unternehmers Mate Rimac. Und das eigenwillige Design der Niniette könnte durchaus in die Unternehmensphilosophie des Joint Venture passen, vielleicht sogar mit einem E-Antrieb. Entsprechende Ladestationen existieren bereits in Wassernähe, wie beispielsweise im istrianischen Medulin.

 

Ladestationen in der Marina Medulin gibt es den Strom direkt am Wasser.
Kein Problem mit den Ladestationen: In der Marina Medulin gibt es den Strom direkt am Wasser…

 

Joint Venture Bugatti-Rimac

Doch so weit ist es noch nicht. Kehren wir von der Spekulation auf den Boden der Tatsachen zurück. Wie es in der Bugatti-Pressemeldung heißt, haben die CEOs beider Marken, Oliver Blume und Mate Rimac, dafür die entsprechenden Verträge für das Joint Venture „Bugatti Rimac“ unterschrieben. Sie sehen einen Aktienanteil von 55 Prozent für Rimac Automobili und 45 Prozent für Porsche vor.

Der offizielle Startschuss für das Gemeinschaftsunternehmen ist für das vierte Quartal 2021 geplant, vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden einiger Länder. Bugatti wird von seinem aktuellen Eigentümer Volkswagen in das Joint Venture eingebracht. Die Anteile werden anschließend auf Porsche übertragen. Das neue Unternehmen Bugatti Rimac wird die Gene beider starken Marken vereinen. Zusammen werden sie eine faszinierende Hypersportwagenschmiede in Kroatien bilden – gleichermaßen attraktiv für Kunden wie Mitarbeiter.

Porsche seit 2018 Partner bei Rimac

Porsche ging bereits 2018 eine erfolgreiche Partnerschaft mit Rimac Automobili ein und hat seine Beteiligung an dem jungen, agilen und schnell wachsenden Automobil- und Technologieunternehmen aus Kroatien Schritt für Schritt erhöht. Heute hält Porsche einen Anteil von 24 Prozent an der Rimac Automobili. Porsche selbst ist als führender Sportwagenhersteller aus Stuttgart bekannt und hat sich als das rentabelste Unternehmen im Volkswagen Konzern profiliert. Rimac Automobili wiederum gilt als Branchenpionier für Elektrotechnologien, und zwar sowohl als Technologielieferant als auch mit dem kürzlich vorgestellten neuen Rimac Nevera als Hersteller vollelektrischer Hypersportwagen.

Rimac Automobili und Bugatti

Mate Rimac, Gründer und CEO von Rimac Automobili: „Dies ist ein wahrhaft aufregender Moment in der kurzen, aber rasant voranschreitenden Geschichte von Rimac Automobili. Dieses neue Gemeinschaftsunternehmen eröffnet komplett neue Möglichkeiten. Ich habe Autos immer geliebt und kann bei Bugatti sehen, wohin so eine automobile Leidenschaft führen kann. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie begeistert ich von dem Potenzial bin, das durch die Zusammenlegung des Wissens, der Technologien und Werte beider Marken entstehen wird. Damit wird es uns gelingen, wirklich außergewöhnliche Projekte zu schaffen.“

Porsche will Rimac-Synergien nutzen

Auch Porsche sieht erhebliche Synergien. Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, sagte: „Wir kombinieren das starke Know-How von Bugatti im Segment der Hypersportwagen mit der enormen innovativen Stärke von Rimac im vielversprechenden Bereich der Elektromobilität. Bugatti bringt eine traditionsreiche Marke, ikonische Produkte, einzigartige Qualitätsstandards und Handwerkskunst sowie einen loyalen Kundenstamm und ein globales Händlernetz in das Joint Venture ein, Rimac neben der Technologie an sich neue Entwicklungs- und organisatorische Konzepte.“

Der Stoff, aus dem die Träume sind

Eines dürfte sicher sein: Rimac, Bugatti und Porsche – das ist der Stoff, aus dem die automobilen Träume gemacht werden- Er wertet die Innovationskraft der kroatischen Wirtschaft entsprechend auf. Hypercars „Made in Croatia“ – diese Story könnte eine Initialzündung der Wirtschaft für das von überbordender Bürokratie gebeutelte Kroatien nach sich ziehen, wenn man es versteht, den Imagegewinn richtig zu nutzen.

Niniette-Revival unter Strom?

Und vielleicht fährt dann ja auch bald die Bugatti Niniette 66 Yacht rein elektrisch statt wie bisher geplant mit mächtigen Diesel-Aggregaten. Bei Mate Rimac ist nichts unmöglich…

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