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Gezeiten der Besinnlichkeit: Weihnachtskrippen am Meer an der Nordadria

Weihnachtskrippen in der Nordadria: Trieste
© Fabrice Gallina

Ist es denn wirklich so, dass man am Meer nur den Sommer genießen kann? Nein, würden Meeresliebhaber vehement entgegnen. Kaum etwas ist so weihnachtlich wie ein Winterstrand und das nach den lauten Winterstürmen fast schüchterne Murmeln des Meeres. Staad ist sie dennoch nicht, die Weihnachtszeit. In der goldenen und längst kühlen Dämmerung, wenn die Lichter der Strandpromenade zu glitzern beginnen, erwachen sie zum Leben: die Krippen in Friaul-Julisch Venetien.

Ein Winter am Strand, wenn der Rausch des Sommers vergangen und die Touristen wie Zugvögel längst noch nicht wiedergekehrt sind. Wenn Graisani und Lignanesi ihre Orte wieder für sich erobern und doch alle dem Frühling und der Rückkehr der Gäste entgegensehen. Unter dem eiskalten, oft azurblauen Himmel erstreckt sich ein Sandkasten, der nicht nur sommerlichen Spielspaß verspricht, sondern auch das Herz der Weihnachtstradition in der Region ist – die Sandkrippe von Lignano Sabbiadoro.

120 Jahre ist es her, seit einst aus dem versteckten Ort am Meer das Sommerparadies Lignano Sabbiadoro entstand. Wenn die Krippe am 8. Dezember ihre Türen öffnet, werden sich zahllose große und kleine Bewunderer finden. Und so manche von ihnen kommen, weil ihre Boote in den nahe gelegenen Marinas wie Marina Punta Verde, Marina Uno, D-Marin Punta Faro, Punta Gabbiani oder Aprilia Marittima liegen, wo ein Marina eigenes Spa dazu einlädt, den Winter aus dem Gemüt zu scheuchen.

Die Sandkrippe in Lignano – ein Projekt, mit 20-jähriger Tradition

Es ist mittlerweile eine kleine Tradition, wenn die Kunstwerke aus feinkörnigem Sand von den beiden Designern Lara Gozzo und Maestro Mario Vittadello zum 20. Mal zum Leben erweckt werden. Um die Krippe zum Leben zu bauen braucht es die intensive Zusammenarbeit zwischen der „Sandakademie“ Accademia della Sabbia, der Vereinigung Dome Aghe Savalon d’Aur, der Gemeinde Lignano Sabbiadoro und der Lignano Sabbiadoro Gestioni (LISAGEST), die auch den Strand der Stadt verwaltet. Erst so entstehen die flüchtigen Kunstwerke aus Sand und Wasser, die in diesem Jahr die Verbindung von Meer und Lagune, Strand und Mensch feiern.

 

Weihnachtskrippen in der Nordadria: Sandkrippe Lignano
© Lignano d’Amare

 

Emanuele Rodeano, Präsident der LISAGEST erzählt: „Ich bin in Lignano geboren, und es erfüllt mich mit Stolz, seit 2019 an der Organisation von Weihnachten in Lignano mitzuwirken. Lignano ist eine große Touristenstadt, aber auch eine kleine Stadt mit einer eigenen Gemeinschaft.

Weihnachten bringt diese Gemeinschaft zusammen, es ist eine Gelegenheit, sich nach einer anstrengenden Sommersaison wieder zu treffen und gleichzeitig ist es ein Signal an alle touristischen Freunde, dass Lignano auch im Winter lebt und etwas Faszinierendes zu bieten hat für diejenigen, die den Zauber von Weihnachten am Strand im Winter genießen möchten. Vor allem Österreicher sind von dieser Veranstaltung immer mehr angetan und kommen Jahr für Jahr zahlreicher. Auch dieses Jahr haben wir dank der Städtepartnerschaft in Klagenfurt eine Sandkrippe realisiert und in deren Markt gibt es einen Infostand über Lignano und die Region.

Im Winter holen wir Lignanesi uns unsere Stadt zurück, die Rhythmen verlangsamen sich, wir treffen uns wieder, auch wenn für mich wie für andere sofort die Planung für die nächste Saison beginnt. Ich liebe Lignano im Winter mit dem Wellengang und der dunklen Bora und im Sommer mit der Schwüle und dem Durcheinander. Ich verdanke der Stadt zu einem großen Teil, dass ich bin, wer ich bin und deshalb habe ich mich mehrfach für meine Gemeinschaft zur Verfügung gestellt.“

 

Aprilia Marittima – Das Jesuskind auf dem Wasser

Kaum ein paar Kilometer entfernt, in Aprilia Marittima, in der es auch eine SeaHelp-Basis gibt (www.sea-help.eu), ist das Jesuskind in einer weiteren besonderen Krippe zu sehen: Angesichts der Wassersportausrichtung von Aprilia Marittima, was lag da näher, als das Jesuskind in einer schwimmenden Krippe unterzubringen? Das Werk ist rund um die Uhr von der Piazzetta dell’Imbarcadero aus zu sehen. Nach Einbruch der Dunkelheit und in den Abendstunden sorgt eine geschickte Beleuchtung dafür dass ein Spiegelbild der Krippe auf dem Wasser zu sehen ist.

 

Weihnachtskrippen in der Nordadria: Aprilia Marittima
© Aprilia Marittima

 

Grado – Der Ort mit 100 Krippen

Zwischen Grado und Lignano Sabbiadoro und weiter die Küste entlang bis Triest ist die Weihnachtszeit ein freudiges Genießen in eigens eingerichteten Weinachtsdörfern, bei leckeren regionalen Delikatessen und der besonderen Liebe, die die Einwohner Friaul-Julisch Venetiens ihren Krippen angedeihen lassen. Keiner der Orte lässt es sich entgehen, eine eigene, ganz besondere Krippe zu errichten. Grado mutiert gar zwischen dem alten Fischerhafen Porto Mandracchio und in den winkeligen Gassen zwischen dem 8. Dezember, dem traditionellem Start der Krippensaison, bis zum 14. Januar zur Krippen-Hauptstadt, auf der sich mehr als 100 Ausstellungsobjekte auch in den Ortsteilen Fossalon, Boscat und natürlich Aquileia verstecken.

 

Weihnachtskrippen in der Nordadria: Grado
© Archivio PromoTurismoFVG

 

Wer die Wunderwelt der Weihnacht selbst und gar von Bord aus erleben möchte, legt hier an in der Darsena San Marco, in Porto San Vito, der Marina di Aquileia oder der Marina Primero oder im Zentrum von Aquileia in der neu ins Netzwerk FVG Marinas aufgenommenen Marina Resort Navigare 2.000 an.

 

Weihnachtskrippen in der Nordadria: Natale Grado
© Fabrice Gallina

 

Triest schmückt sich

Viel gäbe es noch zu sagen, über Krippenkunst und maritime Tradition entlang der Küste Friaul-Julisch Venetiens. Zuletzt bringt einen ein Abstecher nach Triest, die Stadt der Winde, in eine weitere besondere Krippenanlage. Dort, im Zentrum und ganz nah an der Stadt-Marina San Giusto, befindet sich gar eine sprechende Krippe und nur wenig weiter wartet gar das Krippenmuseum auf Besucher.

 

Weihnachtskrippen in der Nordadria: Trieste
© Fabrice Gallina

 

Wer jetzt noch einen Grund bräuchte, sich aufzumachen nach Friaul-Julisch Ventien – egal ob winterfest ausgerüstet an Bord oder mit einem anderen Verkehrsmittel –, dem seien die Worte Biagio Marins ans Herz gelegt, des großen Dichters aus Grado: „Mein Dorf, mein kleines Nest und Möwenlager, leichtfüßig auf einem blonden Buckel sitzend, für dich würde ich eine Welt aus Liedern erschaffen und niemals aufhören zu singen.“ Braucht es eine andere Einladung als diese, um die Welt der Krippen im Friaul zu entdecken?

Wer die Sandkrippen in Friaul-Julisch Venetien besuchen will, findet alle Termine und Öffnungszeiten unter: presepifvg.it

Infos über das Marinanetzwerk FVG Marinas in Friaul-Julisch Venetien und Tipps, wo man den perfekten Liegeplatz für Sommer wie Winter findet, unter: www.fvgmarinas.com.

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