Trotz wieder steigender COVID-19-Infektionszahlen: Kroatienurlaub bleibt sicher

Kroatien-Urlaub: COVID-19 Lage (Corona Fälle)
Urlaub auf einer Yacht, bzw. einer Charteryacht oder im Appartement stellt bei genauerem Hinsehen trotz lokal steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus im Vergleich zu Deutschland oder Österreich kein erhöhtes Risiko dar.

Schaut man oberflächlich auf die durch Sars-CoV-2 bedingten COVID-19 Neuinfektionen in Kroatien, Slowenien, Österreich und Deutschland, besteht derzeit nur auf den ersten Blick die Sorge, man müsse sich um den geplanten Urlaub Gedanken machen. Bei näherem Hinsehen fällt nämlich auf, dass es sogenannte Hotsports sind, die die Anzahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus wieder in die Höhe treiben. Und an diesen Hotspots sind nicht die klassischen Urlaubsregionen und schon gar nicht die Wassersportler beteiligt.

Kroatien: Lokale Corona-Hotspots statt flächendeckender Pandemie

Schauen wir einmal näher hin: In Deutschland nahm die Zahl an Neuinfektionen zu, weil in der Fleisch verarbeitenden Industrie preiswerte Billiglöhner aus Billiglohnländern tätig waren. Sie lebten quasi kaserniert auf engstem Raum und konnten an ihrem Arbeitsplatz ebenfalls keine Abstandsregeln einhalten.

Kirchen, Klöster und Nachtclubs

In Österreich geht die Zunahme der COVID-19 Neuinfektionen weitestgehend auf kirchliche Veranstaltungen zurück, wo in engen Räumen durch lautstarken Gesang Aerosole verbreitet wurden. Und auch in Kroatien wurde ein Kloster ausgemacht, dass sich schnell als neuer Hotspot entwickelte. Hinzu kam die unsägliche Adria-Tour der Tennisprofis, die Kroatien medienwirksam noch einmal mit Corona-Schlagzeilen in den Vordergrund rückte.

Corona: Schnelle Reaktion der kroatischen Gesundheitsbehörden

„Wir haben jetzt über 100 Fälle, die mit dem Kloster in Đakovo in Verbindung stehen. Es gibt auch einen Hotspot in Zagreb, an dem wir 21 neue Fälle registriert haben. Beide Hotspots sowie die in anderen Ländern registrierten Fälle werden alle epidemiologisch verfolgt und sind unter Kontrolle. Dank einer schnellen Reaktion der Gesundheitsbehörden in der Gespanschaft Osijek-Baranja wurden alle Fälle in Đakovo in einer Gruppe von positiv getesteten Fällen und einer Gruppe von Selbstisolierung unterteilt,“ sagte Krunoslav Capak, der Direktor des Instituts für öffentliche Gesundheit gegenüber dem kroatischen Sender HRT.

COVID-19: Stärkere Kontrollen in der Clubszene

Auch in der Club-Szene, die sich für Ausbrüche in Zagreb verantwortlich zeigte, soll künftig ein härterer Wind wehen: Innenminister Davor Božinović dazu: „In den meisten Fällen kommt es nicht zu einer angemessenen sozialen Distanzierung und zur Begrenzung der Anzahl der Besucher. Bisher wurden nur mündliche Warnungen ausgegeben. In Fällen, in denen diese Verstöße weiterhin bestehen, werden die Beamten die Nachtclubs der staatlichen Aufsichtsbehörde melden.“

Ob es vor diesem Hintergrund allerdings sinnvoll erscheint, weiterhin Buchungen für die Clubszene auf der Insel Pag anzunehmen, erscheint doch mehr als zweifelhaft. Die überwiegend jugendlichen Besucher der Party-Location Zrce werden wohl mit steigender Feierlaune wohl kaum die Hygiene-Vorschriften und Abstandsregeln einhalten können.

Kroatien-Urlaub: Keine größere Infektionsgefahr auf Yachten

Für „normale“ Touristen besteht bei genauer Betrachtung der Situation in Kroatien derzeit keine größere Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus, zumal in Deutschland und Österreich die Gesamtzahlen der Infizierten ebenfalls wieder leicht ansteigen. Und wer seinen Urlaub auf dem eigenem Schiff oder einem Charterboot verbringt, sollte allemal sicherer sein als in den quirligen Großstädten.

Wenn man dann noch Abstandsregeln beachtet, beim Betreten öffentlicher Räume eine Maske trägt und in Restaurants überwiegend draußen speist, sollte ein Kroatien-Besuch ebenso sicher sein wie ein Aufenthalt am Ostseestrand oder den zahlreichen Binnenseen. Und zuhause bleiben stellt auf Dauer bekanntlich auch keine Option dar, wie es aus Kroatienreisender auf den Punkt brachte: „Die Badeplätze an den Seen, die zahlreichen Freibäder in den Großstädten, die Schutzhütten an den Wander- bzw. Mountainbike-Routen in Österreich und Deutschland werden mit dem Massenansturm an Urlaubern auch als Hotspots über kurz oder lang in die Medien geraten.“

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