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Lufthansa streicht rund 20.000 Kurzstreckenflüge bis Oktober 2026 : Auch Kroatien ist betroffen, das müssen Urlauber jetzt wissen

Lufthansa streicht Kroatien Flüge 2026: Alternative Anreise
KI-generiertes Bild

Wegen stark gestiegener Kerosinpreise, der Schließung der Regionaltochter CityLine und dem Fokus auf große Drehkreuze (Frankfurt, München etc.) und weniger auf kleine, unrentable Strecken streicht die Lufthansa in dieser Saison viele Flüge. Betroffen ist zwar ganz Europa, aber eben auch Kroatien. SeaHelp zeigt, welche kroatischen Flughäfen betroffen sind, welche Alternativen es gibt, und was Reisende bei Ihren Planungen beachten sollten.

Vor 100 Jahren, am 6. Januar 1926, wurde in Berlin die Lufthansa gegründet, damals noch unter dem Firmennamen Luft Hansa, entstanden durch den Zusammenschluss der beiden Fluggesellschaften Deutscher Aero Lloyd AG und Junkers Luftverkehr AG. Nach vielen glänzenden Jahren durchfliegt die Kranich-Airline aktuell schweres Wetter.

Wie es in einer offiziellen Pressemitteilung der Lufthansa-Group vom 21. April 2026 („Lufthansa Group optimises flight offering in summer across all six hubs“) heißt, werden rund 20.000 Kurzstreckenflüge bis Oktober 2026 gestrichen („20.000 short-haul flights will be removed from the schedule through October“); als damit verfolgtes Ziel wird die Einsparung von rund 40.000 Tonnen Kerosin angegeben; „unprofitable short-haul flights“ müssten deshalb reduziert werden.

Gleichzeitig erfolge eine Konzentration auf große Hubs (Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel, Rom), das Netzwerk soll so „konsolidiert“ (also zusammengelegt/umgebaut) werden. Die Einsparungen betreffen zwar viele Ziele in ganz Europa, deutlich zu spüren sind die Einschnitte aber vor allem auch in Kroatien.

Konkrete Auswirkungen gibt es auf folgenden kroatischen (und anderen) Flughäfen:

  1. Ljubljana, Rijeka und Tivat – Flüge von München – Ljubljana, Rijeka und Tivat wurden vorübergehend ausgesetzt (mindestens bis Anfang Juni). Diese Strecken gelten laut Lufthansa als „unprofitabel“. Für danach ist die Zukunft unsicher (möglich ist sogar eine dauerhafte Streichung). In der Folge reagierten viele Medien insbesondere in Kroatien nervös.
  2. Allgemeine Netzwerk-Änderung (inkl. Rijeka, Ljubljana, Tivat) – Diese Flughäfen gehören zu Verbindungen, die innerhalb des Konzerns „umgeleitet“ oder über andere Hubs geführt werden. Das Bedeutet im Klartext: es gibt weniger Direktflüge und mehr mehr Umstiege (z. B. über Frankfurt oder Wien). Im Moment handelt es sich also eher um einen Umbau als um eine vollständige Aufgabe.
  3. Flughafen Rijeka (auf Krk) – Hier wurden die Lufthansa-Verbindungen (v. a. über München) für Mai komplett gestrichen. Für einen kleinen, stark saisonalen Flughafen bedeutet das zwar einen Einschnitt, da die Lufthansa bisher jedoch nur einmal pro Woche nach Krk geflogen ist, dürfte das für die Fluggäste zu verschmerzen sein, denn für sie gibt es die Möglichkeit, stattdessen mit Star Alliance-Mitglied Croatia Airlines zu fliegen (München – Krk 2 x / Woche).

Einige Artikel, welche sich auf die genannte Pressemitteilung der Lufthansa-Group beziehen, vermitteln den Eindruck, als verlöre Kroatien massive Lufthansa-Verbindungen, oder Flughäfen seien in ihrer Existenz bedroht. Das dürfte so jedoch nicht ganz korrekt sein, denn die Kürzungen betreffen viele Länder gleichzeitig (z. B. auch Polen, Norwegen oder Irland). Und: Andere kroatische Ziele wie Split oder Dubrovnik sollen weiterhin angebunden bleiben (teils durch andere Lufthansa-Airlines).

 

Lufthansa streicht Kroatien Flüge 2026: Ljubljana, Rijeka und Tivat – Flüge von München
© Markus Mainka | Adobe Stock

 

Ziel des Umbaus bei Lufthansa soll eine Effizienzsteigerung, nicht aber ein Rückzug aus ganzen Regionen sein

Das Ziel des Umbaus soll eine Effizienzsteigerung, nicht aber ein Rückzug aus ganzen Regionen sein, heißt es. Insofern basiert die teilweise in den Medien zu beobachtende „Panik“ zwar auf tatsächlichen Entwicklungen – wird aber teilweise dramatischer dargestellt, als es die Fakten hergeben.

Wichtig für Kroatien-Urlauber: In der Pressemitteilung selbst werden zwar keine einzelnen kleineren Flughäfen (wie Rijeka, Ljubljana, Tivat) namentlich genannt, insofern bleibt die Meldung bewusst auf strategischer Ebene: hervorgehoben werden „weniger unrentable Kurzstrecken“, „mehr Fokus auf Hubs“ und eine „Netzwerk-Konsolidierung“. Die „Betroffenheit“ einzelner Flughäfen stammt somit nicht direkt aus der Pressemitteilung, sondern aus nachgelagerten Medienberichten, wie z.B. dpa-/Reuters-Meldungen, die sich alle auf „Lufthansa-Angaben“ beziehen.

In diesen Meldungen heißt es jedoch, dass die Lufthansa bestätigt habe, dass Verbindungen gestrichen oder verlagert werden sollen, und auch Ljubljana, Rijeka und Tivat betroffen sein sollen.

Wo es aktuell keine Direktflüge in die gewünschte Destination mehr gibt, sollte man sich rechtzeitig um Alternativen kümmern

Fakt ist, dass sich Urlauber, die in den kommenden Monaten einen Kroatien-Besuch planen (etwa um zu ihrer gebuchten Charteryacht zu kommen), vorher genau nach verfügbaren Flügen umsehen sollten, längerfristig planen und früher als sonst buchen sollten. Wo es keine Direktflüge in die gewünschte Destination gibt, sollte man sich rechtzeitig um Alternativen kümmern und sich ggf. auch auf eine längere Reisezeit mit zusätzlichen Umstiegen einstellen.

Das betrifft etwa die Strecken München – Ljubljana, Rijeka und Tivat, welche (vorerst) komplett ausgesetzt wurden (mindestens bis 1. Juni 2026), da diese Routen aktuell als „wirtschaftlich unrentabel“ gelten. Reisenden nach Rijeka / Krk & Umgebung bietet sich als Alternative zum Beispiel ein Flug nach Zagreb, dem Hauptdrehkreuz Kroatiens, bzw. nach Split oder Dubrovnik, die weiterhin gut angebunden sein sollen.

Die Weiterreise (von Zagreb) nach Rijeka könnte dann mit dem Mietwagen erfolgen (ca. 2 h Dauer), von Split auf die Insel Krk dauert es etwas länger. Rijeka ist zwar nicht völlig „abgeschnitten“, aber eben nicht mehr direkt per Lufthansa erreichbar.

Fluggäste nach Krk haben zudem die Möglichkeit, auf Croatia Airlines umzubuchen, wie die Lufthansa ebenfalls ein Star Alliance-Mitglied (wie oben bereits beschrieben).

Auch wer nach Slowenien (Ljubljana) möchte, hat ein Problem, denn auch der Direktflug München – Ljubljana wurde gestrichen. Alternativ könnten Reisende nach Wien oder Zagreb fliegen, und auch hier mit dem Mietwagen weiterfahren (Wien – Ljubljana ca. 4 h, Zagreb – Ljubljana ca. 1,5 h). Besonders Zagreb dürfte jetzt zum „Ersatz-Gateway“ für Slowenien werden.

Auch Montenegro (Tivat) ist betroffen; der Direktflug München – Tivat wurde aktuell ebenfalls gestrichen. Als Alternative bietet sich hier ein Flug nach Podgorica an, oder man nutzt andere Airlines mit Umstiegen z.B. in Wien. Mit dem Mietwagen benötigt man von Podgorica nach Tivat ca. 1,5–2 h). Auch hier gilt: das Ziel ist durchaus erreichbar, aber eben viel weniger komfortabel.

Reisende sollten gezielt nach Umsteigeverbindungen (nicht nur nach Direktflügen) Ausschau halten, von vornherein auch andere Airlines (Austrian, Croatia Airlines, Low-Cost) in die Suche miteinbeziehen, größere Flughäfen als Ziel nutzen (z.B. Zagreb statt Rijeka, Wien statt Ljubljana) und Flug und Mietwagen kombinieren. Auch hier gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – denn fraglich ist, ob sich die Mietwagenfirmen so schnell auf die wachsende Nachfrage werden einstellen können.

SeaHelp wird an dieser Stelle regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen mit Updates berichten.

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