Die richtigen Schuhe an Bord: Docksides, Stiefel oder doch Sneaker?

Schuhe für den Bordalltag müssen vor allem eines sein: Rutschfest. Zudem sollen sie das Deck nicht beschädigen, auch eine überschwappende Welle verzeihen und sicheren Halt und Komfort bieten. SeaHelp stellt die besten Schuhe für Seglerinnen und Segler vor.

Der Klassiker

Docksides

Mehr Kennedy-Look an Bord geht kaum. Die klassischen Docksides von Sebago Docksides, Timberland oder auch Marinepool sind in dunkelbraun und haben eine helle, glatte Sohle mit geschwungenen Rillen, die einen sicheren Halt an Deck ermöglichen. Alternativ gibt es sie auch in dunkelblau und allerlei modischen Farben, die Damenmodelle des klassischen Mokassins haben auf dem Blatt zuweilen andere Schnürungen. Eine Investition, die sich lohnt, kann man mit den Docksides, die möglichst barfuß getragen werden, problemlos nach einem Tag auf See in jedem noch so eleganten Restaurant in der Marina einkehren.

Werden die Schuhe auf See doch einmal nass, muss das Salzwasser ausgespült und die Schuhe anschließend frisch eingefettet werden. Richtig gepflegt, halten die Schuhe jahrelang, werden immer bequemer und lassen sich ganz einfach an- und ausziehen.

Der Sportliche

Sneaker

Turnschuhe an Bord? Jein. Wer mal eben auf einen kleinen Törn mitkommt, darf in Ausnahmefällen sicher auch mit seinen Straßenschuhen bzw. Alltags-Sneakern an Bord kommen. In ihnen haben Wassersportnovizen einen guten Stand, sie sind leicht und angenehm zu tragen. Doch eigentlich sind die auf der Straßen genutzten Sneaker mit ihrer asphaltfarbenen Sohle an Bord nicht gerne gesehen, vor allem, weil sich in der Sohle kleine Steinchen festsetzen können, die das Deck beschädigen.

Viel besser, und von zahlreichen maritimen Herstellern im Angebot, sind Tec-Sneaker mit einer hellen, rutschfesten Sohle. Sie sind leicht, wasserdurchlässig- und unempfindlich und bieten auch auf nassem Deck perfekten Halt. Angenehmer Nebeneffekt: Sie sehen auch noch höchst sportlich und dynamisch aus. Gibt es unter anderem von Marinepool.

Der Sturmerprobte

Seestiefel

Vorab: Gummistiefel sind für Landratten oder Gelegenheits-Seefahrer. Wer auf See schweres Wetter, viel Wasser an Deck und kühlere Temperaturen erwartet, braucht ein paar absolut wasserfeste Seestiefel. Die französischen Solosegler schwören auf das Modell Neptune mit eingearbeitetem Neoprenschaft von Le Chameau etwas günstiger ist zum Beispiel der Elementary Boot von Marinepool. Auch Musto, seit Generationen bewährt für maritime Funktionskleidung, die nahezu allen Situationen gewachsen ist, hat einen entsprechenden Deckstiefel im Angebot. Wer eine längere Tour segelt und auch Starkwetterperioden mit einplanen muss, sollte beides dabeihaben: Sneaker und Stiefel. Auf Rennyachten, wenn es auf jedes Gramm ankommt, bleibt dann eher die Frage: Shoes or boots?

Die Lebensbegleiter

Lederstiefel

Sie sind das Pendant zu den klassischen Docksides: Stiefel aus Leder mit einer vulkanisierten Sohle, die alles, aber auch alles mitmachen. Und das für viele Jahre. Nicht so sportlich und flexibel wie die modernen Seestiefel aus High-Tech Materialien, dafür bequem, warm, absolut wasserfest und dabei auch noch äußerst kleidsam. Die klassischen Seestiefel von Dubarry kauft oder wünscht man sich einmal im Leben. Und pflegt und schützt sie, damit sie nicht austrocknen und spröde werden. Besonders bewährt ist das Modell „Shamrock“, je nach Fahrtgebiet und Einsatzmöglichkeiten kann zwischen einem hohen und einem mittelhohen Schaft gewählt werden.

Der Luftige

Crocs

Ob diese Plastiktreter wirklich schön sind und den ästhetischen Ansprüchen der Mitreisenden genügen, sei dahingestellt. Fakt ist aber: Sie sind unfassbar gemütlich, luftig, rutschfest und perfekt an die zuweilen nassen Bedingungen angepasst. Sogar kernige Vendée Globe Segler hat man schon mit den Crocs wie mit Hausschuhen an Bord herumlaufen sehen. Vor allem sind sie eine gute Alternative zu Flipflops, die an Bord aufgrund der Verletzungsgefahr an Deck eigentlich nichts zu suchen haben.

Die Unerwünschten

Pumps und Flipflops

Wer einmal ein glattes Teakdeck gesehen hat versteht sofort, warum jede Form von hohen Absätzen an Bord unerwünscht sind. Nicht nur unpraktisch, sondern auch schädlich für Deck und Bodenbretter. Wer doch mit dem falschen Schuhwerk an Bord eingetroffen ist, geht besser barfuß, als mit spitzen Absätzen oder Ledersohlen das Schiff zu beschädigen oder selbst auszurutschen. Stilvolle Yachteigner positionieren am Heck des Schiffes einen Korb, an dem die Landschuhe deponiert werden können.

Barfuß-Läuferinnen und Läufer müssen aufpassen, sich an Deck nicht schmerzhaft die Zehen zu stoßen. Je nach Bootsgröße- und Typ sind Relingstützen, Genuaschienen, Spibaumbeschläge und Klampen gefährliche kleine Hindernisse, die man besonders bei Dunkelheit schwer sieht. Wer im Sommer, wenn das Deck warm wird, gerne nur in Flipflops unterwegs ist, riskiert auch, sich die Zehen zu stoßen. (Trekking-) sandalen sind eine gute Alternative.

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