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Bojenfelder in Kroatien
Drum prüfe, wer sich ewig bindet…

Kroatien, News, Produkte, Sicherheit, Versicherung

„Hält sie oder hält sie nicht?“ Diese bange Frage stellen sich in Kroatien wohl allabendlich unzählige Skipper, die ihr Schiff an einer Boje festmachen statt zu ankern oder eine Marina anzulaufen. Eigentlich sind Bojenfelder eine gute Sache: Sie schützen die Umwelt, insbesondere den Meeresgrund, der durch unzählige Ankervorgänge in der Hauptsaison nicht zusätzlich aufgewühlt wird. Außerdem sollten Bojen eigentlich sicherer sein als Anker, die bei unsachgemäßer Benutzung sich schon mal lösen können. Doch die Betonung liegt auf dem Wort „eigentlich“, denn viele Bojenfelder lassen die erforderliche Wartung schmerzlich vermissen. Muscheln siedeln sich an den Seilen an und beeinträchtigen deren Stabilität. Aufgebogene Ösen des Schwimmkörpers wirken ebenso wenig vertrauenseinflößend wie stark angerostete bzw. durch Algenbewuchs nicht mehr erkennbare Schweißnähte.
Aus diesem Grund rät SeaHelp, der nautische Pannendienst, allen Skippern in der Adriaregion, den Bojen nicht blind zu vertrauen, sondern sich die Situation unter Wasser durchaus einmal näher anzuschauen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das wusste man schon vor mehr als einem halben Jahrhundert in Russland.

Man sollte sich das immer vor Augen führen, wenn man an einer Boje festmacht: An dem Schwimmkörper hängen teilweise Millionenwerte, die Gesundheit der Crew beziehungsweise „nur“ der Urlaub. Reißt das Seil oder löst sich der Schwimmkörper der Boje, kann der Skipper in der Regel nicht mehr schnell genug reagieren, um ein Auflaufen auf Land zu verhindern. Wer kommt dann für den Schaden auf? Der Bojenfeldbetreiber oder die Schiffskasko? Eine rechtliche Grauzone, die meist zu Lasten der Skipper geht. Wer sich also auf dem Minenfeld der rechtlichen Auseinandersetzung in einem fremden Land nicht bewegen will, sollte immer prüfen, ob er der Boje vertrauen kann.

                      

Ein kurzer Sprung ins Wasser schafft Klarheit, komfortabler geht es mit einer Action-Cam wie beispielsweise einer wasserdichten GoPro am Enterhaken kurz heruntergelassen. Die Aufnahmen geben schnell Aufschluss über den Zustand der Boje. Und manchmal ist es einfach die bessere Entscheidung, einmal „nein“ zu sagen und doch einen Hafen anzulaufen, denn im ungünstigsten Fall ziehen bis zu 500 Kilogramm an dem morschen Tau, bzw. dem verrosteten Schwimmkörper.

SeaHelp indes rät nicht zuletzt aus diesem Grund zum „Bojencheck“, bevor man sich in einer Bucht quasi „häuslich“ einrichtet. Ein SeaHelp-Sprecher: „In der Vergangenheit mehrten sich die Zwischenfälle an Bojenfeldern, bei denen die Boje nicht hielt und die Schiffe auf Land trieben. Teilweise mit erheblichen Schäden. Nicht immer sind ausschließlich die Betreiber dieser Bojenfelder schuld, doch schwarze Schafe findet man überall.“ Deshalb kann als Merksatz das Schiller-Zitat aus der Glocke in (leichter) Abwandlung durchaus auch für Skipper Anwendung finden: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch etwas Besseres findet.“ Der Anschluss an diese Zeilen passt dann auch wieder originalgetreu: „Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang…”

SeaHelp-Tipp:
Wer sich den Sprung ins kühle Nass ersparen will, kann eine Action-Cam wie beispielsweise die wasserdichte GoPro (Hero 5 und Hero 6 bis 10 Meter Tauchtiefe) am Enterhaken befestigen und per Video die Boje inspizieren. Via Wlan aufs Handy oder Tablet funktioniert das nicht, da das Wasser die Wlan-Übertragung verhindert. Übrigens, die Foto- und Videoqualität der kleinen Kameras ist, insbesondere bei guten Lichtverhältnissen, überragend. SeaHelp setzt sie auf allen Einsatzbooten seit Jahren ein. Alle Bilder dieses Beitrags wurden mit einer “alten” GoPro-Kamera (Hero 2) geschossen, die neueste Kamera-Generation kann noch viel mehr. Hier ein Link dazu: GoPro



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