Bei Corona-Maßnahmen mit zweierlei Maß gemessen: Wassersportler versus Skifahrer – das verstehe, wer will!

Wassersportler vs Skifahrer: Corona Abstandsregelung - das verstehe, wer will!
Was denkt sich Österreichs Regierung dabei?  Unten ein Foto vom trotz Lockdown erlaubten Treiben der Skifahrer im Skigebiet Dachstein-West, oben ein Foto von Boots- und Yachteignern, aber auch Chartergästen in der ACI-Marina Pomer, denen Quarantäne bzw. PCR-Test nach der Rückkehr droht, obwohl sie sich vorbildlich verhalten haben. Solche unterschiedlichen Regelungen dürften in breiten Teilen der Bevölkerung auf wenig Verständnis stoßen und letztlich dazu führen, dass Anordnungen generell nicht mehr hinreichend beachtet werden.

Sind Österreichs Wassersportler, insbesondere Boots- und Yachteigner in Zeiten von Corona Menschen zweiter Klasse? Diese Frage muss man sich und der österreichischen Regierung wohl zwangsläufig stellen, wenn man vergleicht, mit welcher Hektik die Österreicher noch im August aus Kroatien quasi unter viel zu kurzfristiger Androhung der Quarantäne zurückbeordert wurden und sich dazu die Bilder ansieht, die uns ein Mitglied aus dem Skigebiet Dachstein-West am 27.12.2020 zukommen ließ. Für alle, die es angesichts der Besorgnis erregenden Fotos vergessen haben sollten: Österreich befindet sich im dritten Lockdown wegen des Coronavirus, die meisten Geschäfte sind geschlossen, Wohnungen dürfen nur aus gutem Grund verlassen werden und Kontakte zwischen den Haushalten wurden massiv eingeschränkt.

Mitglied beschreibt Chaos im Skigebiet

Ganz anders sah es allerdings im Skigebiet Dachstein-West aus. Hier der kritische Bericht unseres Mitglieds:

„Das Skigebiet ist normalerweise sehr groß. Diesmal aber war der Großteil des Skigebiets gesperrt, sodass man de facto nur 2 Lifte/Gondeln nutzen konnte. Der Menschenandrang konnte sich somit auch nicht aufteilen, sondern konzentrierte sich auf diese zwei Pisten.

Das Skigebiet hatte kein sichtbares Corona-Konzept. Kein Abstand, teilweise keine Masken, teilweise keine ffp2 Masken und Ordner, die nicht eingreifen. Eine Beschränkung der Besucher gab es offensichtlich auch nicht weil die Lifte und Gondeln komplett überlastet waren.

Die Leute halten von sich aus keinen Abstand und drängeln wie in Zeiten vor der Pandemie. Man gewinnt den Eindruck, jeder verlässt sich darauf, dass alles, was erlaubt ist, auch ausreicht, um sich vor Ansteckungen zu schützen. Ergo, wenn niemand dasteht und sagt „Abstand halten“, dann halten die Leute auch keinen Abstand.

Wir haben den Skitag nach zwei Abfahrten daher beendet und das Geld zurückverlangt. Die Dame an der Kassa meinte anfangs, sie hätten ein Corona-Konzept. Als ich dann entgegnet habe, dass es aber nicht umgesetzt wird, weil kein Abstand etc., hat sie den Betriebsleiter geholt, der dann gleich sagte, dass wir unser Geld zurückbekommen. Er wirkte sehr überfordert.

An den Autokennzeichen konnten wir übrigens sehen, dass Leute aus Wien, Salzburg und teilweise aus Deutschland da waren.“

Trotz Corona-Lockdown kein Abstand, teilweise ohne Masken

Die Bilder, die das Mitglied mitlieferte, bieten einen eindrucksvollen Beweis, dass Abstandsregeln und Maskenpflicht teilweise überhaupt nicht eingehalten wurden, sich die Leute in den Anstellzonen drängeln und die Ordner dem Treiben heillos überfordert zuschauen. So sieht die Realität im dritten Lockdown in Österreich aus. Was dazu wohl all diejenigen selbständigen Geschäftsinhaber sagen, die ihre Geschäfte wieder schließen mussten?

 

Skifahrer: Corona Abstandsregeln werden nicht eingehalten
Lange Menschenschlangen in den Anstellzonen zu den Skiliften – das kann man Geschäftsinhabern nur schwerlich erklären, die während des Lockdowns wieder schließen mussten.

 

Reiserückkehrer standen 14 Stunden im Stau

Damit keine falsche Tonalität in den Beitrag gelangt: Natürlich gönnt SeaHelp den Skifahrern ihr Vergnügen, ganz besonders nach so langer „Pisten-Abstinenz“. Aber bitte mit korrekt sitzender Maske und unter Wahrung der Abstandsregeln. Was auf den Bildern aus dem Skigebiet Dachstein-West zu sehen ist, schlägt dem Fass den Boden aus. Vor allem dann, wenn man bedenkt, dass eigentlich der Lockdown angeordnet wurde. Wie bitte will man das den österreichischen Wassersportlern erklären, die im August bis zu 14 Stunden im Stau am Karawankentunnel ausharren mussten und danach nur noch mit anschließender Quarantäne oder aufwendigem PCR-Test wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen durften.

Österreichs Regierung misst mit zweierlei Maß

Offensichtlich wird hier mit zweierlei Maß gemessen, Hauptsache der Wirtschaft geht es kurzfristig gut. Langfristig zahlen für die Folgen des unverantwortlichen Handelns alle, und zwar in barer Münze oder mit weiteren Einreisebeschränkungen. Das österreichische Gesundheitsministerium sollte sich diese Zustände in den Skigebieten genau vor Augen führen, wenn es wieder einmal Einreisebeschränkungen für nach Österreich zurückkehrende Touristen, insbesondere für Wassersportler beschließen will. Die werden diese Vorfälle garantiert nicht vergessen.

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