Kroatien-Rückkehrer sauer: Bis zu 14 Stunden Mega-Stau am Karawankentunnel

Mega Stau Karawankentunnel: bei der Rückreise aus Kroatien
14-Kilometer-Mega-Stau von Karawankentunnel, weil Österreichs Gesundheitsministerium Registrierungen an den Außengrenzen zu spät ankündigte.

Mega-Stau Karawankentunnel: Eine erst kurzfristig am Freitag erlassene Regelung, nach der wegen steigender Corona-Zahlen in zahlreichen Balkanländern Österreich die Grenzkontrollen an der österreichisch-slowenischen Grenze verschärft, habe nach übereinstimmenden Medienberichten für Wartezeiten von bis zu 14 Stunden bei der Einreise nach Österreich am Karawankentunnel geführt. Erst am Freitag vor dem Chaos-Wochenende an Österreichs Außengrenzen hatte das Gesundheitsministerium mit einer abermaligen „Last-Minute-Verordnung“ die neue Regelung für den Transitverkehr erlassen, sie aber nicht entsprechend kommuniziert. Sie traf den Rückreiseverkehr unvorbereitet.

Die SeaHelp-Redaktion hatte bereits nach der österreichischen Reisewarnung für Kroatien vor verstärkten Kontrollen an den österreichischen Außengrenzen gewarnt.

Alle Rückkehrer sollten kontrolliert werden

Es sollten nach Willen des österreichischen Gesundheitsministers Anschober alle Reisenden, auch die Transitreisenden, an der Grenze ein Formular ausfüllen und sich registrieren. Bisher war das nur den österreichischen Reiserückkehrern aus den Balkanstaaten wegen steigender COVID-19-Infektionen vorbehalten. Warum beispielsweise auch deutsche Reiserückkehrer erfasst werden sollten, bleibt wohl das Geheimnis vom Gesundheitsministerium, denn bei der Ausreise aus Österreich nach Deutschland wurde nicht von abermaligen durchgehenden Personenkontrollen berichtet, die einen Abgleich zwischen Ein- und Ausreisenden im Transit ermöglicht hätten.

Mega-Stau von bis zu 14 Stunden vor Karawankentunnel

Ganz offensichtlich war Österreichs Gesundheitsministerium nicht in der Lage, die Folgen dieser neuen Regelung richtig einzuschätzen. Das händische Ausfüllen eines Formulars, peinlichst überwacht von zusätzlichen Exekutivkräften an den Grenzstationen führte dann zu einem fast schon erwartbaren Chaos. Bis zu 14 Stunden Wartezeit im Mega-Stau an den Grenzen stellte für Familien mit Kindern, insbesondere mit Kleinkindern schon mehr als eine Zumutung dar. Keine Toiletten, kein ausreichendes Trinkwasser – das führte zu teilweise dramatischen Szenen! Wer als Gesundheitsministerium solch eine Entscheidung ohne ausreichende Vorankündigung trifft, durch die Reisende sich auf die Situation hätten einstellen können, müsste sich eigentlich einmal selbst hinterfragen…!

 

Karawankentunnel SLO -> A

Karawankentunnel SLO -> A

 

Kärnten interveniert und ordnet nur stichprobenartige Kontrollen an

Mittlerweile haben die Behörden die Grenzkontrollen, die für die Staus verantwortlich waren, wieder gelockert. Auf Initiative des Landeschefs des Bundeslandes Kärnten, Peter Kaiser, werden derzeit wohl nur noch stichprobenartige Kontrollen durchgeführt. Im Gegensatz zum Gesundheitsministerium sah er eine akute Gefahrensituation für viele Wartende, insbesondere Familien mit Kindern. Wörtlich ließ er sich zitieren: „Das Menschenwohl steht da im Mittelpunkt.“

Zunehmend aggressive Stimmung bei Wartenden

Trotz alledem müssen sich Urlauber, die aus Kroatien zurückkehren, immer noch auf längere Wartezeiten einstellen. Ob sich die Lage in den nächsten Wochen entspannt, wird von der SeaHelp-Redaktion weiter beobachtet und kommuniziert. Insbesondere deutsche Reiserückkehrer, die im Stau standen, wurden wegen der österreichischen Maßnahmen zunehmend aggressiv. „Erst die plötzliche Reisewarnung aus Deutschland für einige Regionen in Kroatien, dann steht man fast 14 Stunden an der Grenze zu Österreich und muss dann auch noch ohne Pause durch Österreich fahren, was man sich hier erlaubt, ist schon eine Unverschämtheit“, ließ sich einer der Wartenden zitieren und erhielt breite Zustimmung von den Umherstehenden.

Maßnahme nur für Deutsche? Österreicher können ausweichen

Bedauerlich auch für Deutsche: Während Österreicher sogenannte „kleine Grenzübergänge“ nutzen konnten, mussten Deutsche die bekannten Nadelöhre nutzen, um nach Österreich zum Transit nach Deutschland einzureisen.

Mittlerweile hat auch der kroatische Außenminister Gordan Grlić Radman Kontakt zum österreichischen Außenministerium aufgenommen, um über eine mögliche Lösung in dem Stau-Dilemma zu beraten.

Teilt uns eure Stau-Erfahrungen auf Facebook mit

Wir wollen wissen, wie unsere Leser den Mega-Stau bei der Einreise nach Österreich erlebt habt. Schreibt bitte über Facebook eure Erfahrungen in Form von Kommentaren, schickt uns Fotos und teilt mit, ob es an anderen Grenzübergängen, beispielsweise in Tarvisio, ebenfalls entsprechende Staus gegeben hat. Auch Tipps über Ausweichrouten sind erwünscht, da wir an dieser Stelle über das Thema zu einem späteren Zeitpunkt nochmals berichten werden.

Wichtige Links für die Rückreise aus Kroatien

Staus Österreich
Grenzwartezeiten Österreich/Slowenien
Grenzwartezeiten Grenze Kroatien

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