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Neuer Elektro-Antrieb von eD-TEC: Die Zukunft auf dem Wasser ist elektrisch

eD-TEC (Electric Driven Technology) lautet der Name eines jungen Startups aus München, das elektrische Antriebe für Motorboote entwickelt. Im Mai testete das Unternehmen das erste Boot, welches mit einem entsprechenden System ausgestattet ist. SeaHelp sicherte die Testfahrten in Kroatien auf der Insel Krk vor der Marina Punat ab.

Die Zukunft auf dem Wasser ist elektrisch – davon ist Michael Jost überzeugt. Der heute 61-Jährige gehörte bis 2021 zu den Protagonisten der Elektrostrategie unter dem damaligen Volkswagen-Chef Herbert Diess. Jost ist sich sicher, dass sich die Veränderungen in puncto Antriebe auf dem Wasser ebenso konsequent vollziehen werden wie aktuell auf der Straße; wann, das sei nur eine Frage der Zeit.

Aus diesem Grund wechselte der ehemalige VW-Stratege in die Selbständigkeit und gründete kurzerhand sein eigenes Familienunternehmen namens eD-TEC. Sein Ziel: wie ehedem bei VW möchte Jost nun Plattformen und Module zwischen 50 und 2.400 kW für elektrische Antriebe entwickeln – aber dieses Mal für sechs bis 30 Meter lange Yachten. Das soll – neben dem Umweltaspekt – Kosten senken helfen und eine einfache Installation gewährleisten – auch auf gebrauchten Yachten, deren Antriebe auf Elektro umgerüstet werden sollen.

Das junge Unternehmen konnte bereits nach nur einem Jahr einen ersten, selbst entwickelten Antrieb präsentieren

Das junge Unternehmen ist stolz darauf, bereits nach relativ kurzer Zeit von einem Jahr einen ersten, komplett selbst entwickelten Antrieb vorstellen zu können. Nachdem der eD-QDrive 1 erstmals beim Cannes Yachting Festival einer interessierten, breiten Öffentlichkeit vorgestellt worden war, wurde das erste vollelektrisches Antriebs-System der Münchener Firma nun im Mai in Kroatien auf der Insel Krk vor der Marina Punat auf dem Wasser auf Herz und Nieren getestet.

 

 

Als Testboot diente ein neun Meter langer, offener Monohull, ein modifiziertes Holz-Composite des Typs K900 von der Kaiser Boots-Manufactur, der mit 2 x 200 kW Peakpower und 70 kWh Batteriekapazität ausgerüstet worden war. Auch Bildschirm, Anzeige und Bedienkonzept wurden von eD-TEC entwickelt. SeaHelp war dabei und sicherte die Sea-Trials ab.

Erste Tests im Wasser vor der Insel Krk verliefen erfolgreich; SeaHelp sicherte die Sea-Trials ab

Nach mehrstündigen Hochgeschwindigkeitsfahrten konnte eD-TEC ein durchaus positives Resümee ziehen: die ersten Wassertests seien „erfolgreich“ verlaufen, nur bei einer höheren Geschwindigkeit sinke der Wasser-Widerstand und sichere damit mehr Reichweite, sagte Marc Jost nach den Testfahrten.

Für den jungen Unternehmer bedeute das einen „Cruisingspeed von etwa 25 bis 30 kn“ (46,3 bis 55,5 km/h). „Die ersten Tests konnten das Konzept bestätigen“, sagt auch der Vater von Marc, Firmengründer Michael Jost. Wichtig für den ehemaligen VW-Entwickler: „wir konnten auch die Bedeutung eines ganzheitlichen Systems sehen“. Es habe sich gezeigt, dass „neben moderner Antriebstechnologie auch ein strömungsoptimiertes Rumpfkonzept notwendig“ sei.

 

E-Boot Antrieb eD-QDrive 1 von eD-TEC Germany
© eD-TEC Germany

 

Das Konzept des modularen Antriebs hat sich bewährt, schon bald soll in einem nächsten Test ein Topspeed von 50 Knoten erreicht werden

Der Cruisingspeed sei bei „guter Manövrierbarkeit erreicht“ worden, hieß es unisono von Seiten des Unternehmens. Damit habe sich „das Konzept des modularen Antriebs im speziellen und das System mit allen Funktionen als Ganzes“ bewährt. In einem in Kürze folgenden weiteren Sea-Trial werde nun ein Topspeed von mehr als 50 kn (92,6 km/h) avisiert.

Als Testboot soll dann ein mit Foils unterstützter Katamaran dienen. Der HySuCAT 28, ein 28 Fuß langer Carbon-Leichtbau ist eine Weltpremiere und soll gemeinsam mit Silent Yachts entwickelt werden. Weitere Partner bei dem kommenden eD-TEC -Projekt sind Leigh für eD-QDrive aus Neuseeland, die Baumüller-Gruppe aus Nürnberg sowie Malan aus Südafrika für den HySuCat-Rumpf.

Die kommenden Tests laufen in Kürze mit einem leichten High Tech-Karbon-Katamaran, ebenfalls in der Marina Punat

Bis dahin haben Vater und Söhne Jost (neben Marc arbeitet auch Mike Jost in der Firma) noch eine Menge zu tun: „die umfangreichen Tests haben uns aufschlussreiche Daten geliefert“, wie bei einem moderneren Auto seien alle Systemwerte gemessen und aufgezeichnet worden, sagt Mike Jost nach den Tests. Diese Daten würden nun in den kommenden Wochen ausgewertet werden, um das System und einzelne Funktionen weiter optimieren zu können.

Auch die kommenden Tests sollen wieder in der Marina Punat laufen, denn diese Marina zeichne sich durch eine „Strategie für eine nachhaltige Zukunft“ aus, heißt es von Unternehmensseite; der Yachtservice habe mit „großer Freude“ die Erprobung der vollelektrischen Boote der Firma eD-TEC unterstützt und sehe das als einen eigenen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft.

SeaHelp sicherte die Testfahrten mit Know-How und kräftigen und schnellen Einsatzbooten ab

SeaHelp, Europas größter Pannen- und Bergedienst für die Sportschifffahrt zur Hilfeleistung bei nicht lebensbedrohlichen Situationen, der sich auch konsequent der Nachhaltigkeit verschrieben hat, unterstützt die Sea-Trials von eD-TEC, indem schnelle und kräftige Einsatzboote zur Begleitung und Absicherung bereitgestellt werden.

„eD-TEC ist mit dem hochintegrierten ganzheitlichen Antriebssystem ein Pionier im Bereich der nautischen E-Mobilität, wir freuen uns, die Erprobung abzusichern zu können“, sagt SeaHelp-Geschäftsführer Wolfgang Dauser. Testfahrten mit deutlich über 30 kn (55,5 km/h) würden eine professionelle Planung und Begleitung erfordern, dafür sei SeaHelp Spezialist.

 

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