Reiserückkehrer Kroatien: Deutlich weniger COVID-19-Infektionen als erwartet

Reiserückkehrer Kroatien: Covid-19 Test & Quarantäne, nur wenige Infektionen
Offensichtlich hatten doch weniger Kroatien-Reisende das Virus im Gepäck, als man zunächst vermutete.

War die ganze Panik um mit dem Coronavirus infizierte Reiserückkehrer aus Kroatien nur ein politisch motiviertes „Kasperltheater“, um Urlauber zu „bestrafen“, die sich nicht an die Maßgabe der österreichischen Regierung gehalten haben, den Urlaub gefälligst im eigenen Land zu verbringen? Wenn man auf die jüngst vom Land Kärnten veröffentlichten Zahlen schaut, lässt es durchaus diesen Schluss zu.

Genaue Zahlen aus Kärnten

Kärnten meldet: Wer zwischen dem 7. und 16. August seinen Urlaub in Kroatien verbracht hat, konnte sich im österreichischen Bundesland Kärnten auf das Coronavirus testen lassen. 1.032 Kroatien-Urlauber nahmen nach ihrer Rückkehr aus Kroatien das Angebot an und unterzogen sich einem kostenlosen PCR-Test, durch den festgestellt werden sollte, ob sie sich mit COVID-19 infiziert hatten. Von den 1.032 Kroatien-Urlaubern erhielten nur drei einen positiven Befund, also letztlich weniger als 3 Promille der Urlauber, wie die Landesregierung Kärnten auf ihrer Internetseite mitteilt.

Alles Reiserückkehrer?

Berücksichtigen sollte man zusätzlich die Tatsache, dass nicht zweifelsfrei erwiesen werden konnte, ob es sich bei den auf das Coronavirus getesteten Personen tatsächlich um Kroatien-Rückkehrer gehandelt hat, denn ein Nachweis über einen Aufenthalt in Kroatien wurde bei der Testung nicht gefordert. Ob einige auch nur die Chance wahrgenommen hatten, sich kostenlos testen zu lassen, sei dahingestellt.

Partys und Feiern als kroatische Hotspots identifiziert

Viele österreichische Bürger mit kroatischem Migrationshintergrund nutzten auch die Sommerferien zu Familienbesuchen in ihrer alten Heimat. Selbst hier hielten sich die Infektionszahlen der Urlauber, die aus Kroatien zurückkehrten, in Grenzen. Aus österreichischen Regierungskreisen sprach man in Bezug auf COVID-19-Infektionen eher von jugendlichen Partygängern, die als positiv infizierte Eingang in die Statistik der Reiserückkehrer fanden. „Das hielt sich mit 50:50 ungefähr die Waage“, heißt es aus Regierungskreisen.

Kroatien: Teststellen auf COVID-19 teilweise überlaufen

Derzeit gilt für Österreicher: Wer aus Kroatien zurückkehrt, muss sich in eine 10-tägige häusliche Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann mit einem negativen PCR-Test sofort beendet werden. Testungen werden in Kroatien zwar von diversen kroatischen Instituten angeboten, doch darauf sollte man sich nicht verlassen. Kroatische Medien berichteten in der Vergangenheit immer wieder von überlaufenen Teststellen und nicht zeitgerechter Auswertung der Tests. Offensichtlich haben einige größere Hotelketten sich Testkapazitäten für ihre Gäste frühzeitig gesichert, die jetzt an den öffentlichen Teststellen auf COVID-19 fehlen.

Tourismus in Kroatien? Fehlanzeige!

In den einzelnen Tourismus-Regionen herrscht allerdings bis auf wenige Ausnahmen gähnende Leere. Reiserückkehrer und Urlauber, die sich noch vor Ort befinden, berichten von fast schon paradiesischen Verhältnissen, offensichtlich hat das Coronavirus den kroatischen Tourismus bei bestem Spätsommerwetter bereits in den Winterschlaf geschickt.

Nachsaison mit sehr geringem COVID-19-Infektionsrisiko

Die Einhaltung der Abstand- und Hygieneregeln am Strand, in den Restaurants und Marinas, aber auch in den kroatischen Innenstädten stellt die noch verbliebenen Urlauber vor keine allzu großen Herausforderungen. Jetzt beginnt die Zeit für Entdecker in Kroatien, die abseits der fehlenden Touristenströme das Land erkunden wollen. Und natürlich auch für die Chartertouristen, die die Adria quasi fast allein für sich haben.

Drei Promille haben sich infiziert

Als Fazit bleibt: Die Touristen in Kroatien sind überwiegend heimgereist, das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus liegt nicht höher als in anderen Ländern wie beispielsweise Österreich und Deutschland, allerdings mit einem Unterschied: Es herrscht nicht die teilweise drangvolle Enge, man sich problemlos aus dem Weg gehen. Und einen wirklichen Einblick in die Gefahr einer Infektion liefern die Zahlen: Drei mit dem Coronavirus infizierte Reiserückkehrer aus Kroatien, aber über 1000 Testungen sprechen eine deutliche Sprache. Rechnet man hier noch 50 % Partygänger raus, relativiert sich die Panik um einen Kroatien-Urlaub ganz gewaltig.

Update 05.09.2020:

Wie die Kärntener Landesregierung auf SeaHelp-Anfrage mitteilt, wurden vom 4. bis 24. August angebliche Reiserückkehrer aus Kroatien einem PCR-Test unterzogen, der in 47 Fällen ein positives Ergebnis auswies. 42 der 47 Personen gehörten der Altersgruppe bis 29 Jahre an. Über die Gesamtzahl der durchgeführten COVID-19-Testungen in dem entsprechenden Zeitraum konnten noch keine Daten erlangt werden, eine entsprechende Anfrage läuft, bisher aber noch ohne Antwort.

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