Wegen starker COVID-19-Neuinfektionen: Österreich gibt Reisewarnung für Kroatien aus – Deutsche Urlauber nicht betroffen

Reisewarnung für Kroatien aus Österreich
Ist die österreichische Reisewarnung für Kroatien der Anfang vom Ende der kroatischen Tourismus-Saison?

Langsam wird es eng für Kroatien in der durch Sars-CoV-2 verursachten COVID-19-Pandemie, denn Österreich verhängt aktuell eine Reisewarnung für Kroatien.

Die Infektionszahlen stiegen in den letzten Tagen sprunghaft an: Von 91 Neuinfektionen am Dienstag über 130 Neuinfektionen am Mittwoch, mehr als 180 Neuinfektionen am Donnerstag und schließlich 211 Neuinfektionen am heutigen Freitag (14.08.2020 bis 14.00 h) nimmt die Entwicklung, die in der österreichischen Reisewarnung mündet, einen Lauf, den viele als vorhersehbar beurteilen: Partytourismus auf der Insel Pag, Berichte über ausgelassene nächtliche Strandpartys in Makarska und Split, bei denen auch jede Menge Alkohol im Spiel ist, zerstören gerade den guten Ruf, den sich Kroatien in den Anfängen der Pandemie erworben hat. Auch das reflexartige Leugnen der kroatischen Behörden, deutsche Reiserückkehrer hätten sich in Kroatien infiziert, lässt das Vertrauen schmelzen.

 

Ständig aktualisierte Tabelle der COVID-19-Infektionen in Kroatien

Wird alle 30 Minuten aktualisiert. Durch antippen der Legende können Werte ein- und ausgeblendet werden. Für detaillierte Werte mit der Maus über die Balken fahren. Datenquelle: Johns Hopkins University


Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand in der Corona-Pandemie. Diese Tabelle der Johns Hopkins University soll neutral über die aktuelle epidemiologische Situation in Kroatien informieren.

 

Freitag, 11.00 h: Gesundheitsministerium beobachtet Situation mit Sorge

Eine Anfrage der SeaHelp-Redaktion beim österreichischen Gesundheitsministerium, respektive beim Pressesprecher des Gesundheitsministers Anschober vom 14. August 2020 um 11.00 Uhr zu eventuellen Maßnahmen für Einreisende Kroatien-Urlauber ergab noch folgende Antwort: „Wir beobachten die Situation in Kroatien mit Sorge, können aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, ob und wie wir mit weiteren Maßnahmen auf die steigenden Infektionszahlen in Kroatien reagieren werden. Dazu bedarf es genauerer Betrachtungen hinsichtlich möglicher Infektionscluster, das heißt, woher kamen diejenigen, die sich mit COVID-19 infiziert hatten.“ Und auf ausdrückliche Nachfrage: „Sollten Maßnahmen ergriffen werden, treffen wir diese natürlich mit einem entsprechenden Vorlauf, so dass man sich darauf einstellen kann.“ Von einer Reisewarnung für Kroatien war zu dem Zeitpunkt noch nicht die Rede.

Freitag, 12.00 h: Reisewarnung für Kroatien

Eine Stunde später waren diese Aussagen teilweise Makulatur, Österreich verhängte eine Reisewarnung für Kroatien (https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reisewarnungen/ ). Ob man es dabei belässt oder der Reisewarnung für Kroatien weitere Maßnahmen folgen lässt, steht derzeit noch nicht fest. Zumindest wollte sich Gesundheitsminister Anschober auch hinsichtlich der zeitlichen Abfolge eventueller Maßnahmen noch nicht festlegen und verwies dabei auf das Außenministerium, dass sich mit den kroatischen Nachbarländern noch abstimmen müsse.

Für deutsche Urlauber ändert sich erst einmal nichts

Für deutsche Urlauber, die sich derzeit in Kroatien befinden oder noch einen Urlaub geplant haben, ändert sich durch die Reisewarnung für Kroatien seitens der österreicher zunächst einmal nichts. In Deutschland ist keine Reisewarnung für Kroatien aktiv. Auch die Durchreise durch Österreich im Transit wird in jedem Fall gewährleistet sein. Allerdings sollte man sich auf verstärkte Grenzkontrollen an der kroatisch-slowenischen Grenze und der slowenisch-österreichischen Grenze bei der Rückreise einstellen und nach Möglichkeit Zeiten wählen, die vom Rückreiseverkehr aus Kroatien nicht so stark betroffen sind.

Aussagen hinsichtlich Reisewarnung für Kroatien mit kurzem Verfallsdatum

Welche Maßnahmen Reisewarnung für Kroatien für österreichische Touristen in Kroatien nach sich zieht, steht noch nicht genau fest. Ob der Vorlauf, auf den man sich einstellen kann, wie noch heute um 11.00 Uhr vom Pressesprecher des österreichischen Gesundheitsminister Anschober behauptet, bei einer weiteren negativen Entwicklung der Infektionszahlen Bestand hat, dürfte noch in den Sternen stehen. Das Verfallsdatum solcher Aussagen scheint derzeit offensichtlich sehr kurz gewählt zu sein.

Wir werden die Entwicklung weiter abwarten und an dieser Stelle über Folgen und Konsequenzen aus der von Österreich erlassenen Reisewarnung für Kroatien weiter berichten.

Kroatien: Partytourismus zu spät unterbunden

Es geht letztlich nicht darum, ganze Länder unter Generalverdacht zu stellen oder alle Urlauber über einen Kamm zu scheren, sondern unabhängig von Landesgrenzen spezielle Cluster zu identifizieren und daraus die entsprechenden Maßnahmen ableiten. Hier dürfte in Kroatien allerdings erheblicher Nachholbedarf bestehen, denn was nach Schilderungen von Urlaubern vor Ort und Reiserückkehrern aktuell berichtet wird, hat man es in letzter Zeit mit den Corona-Regeln in einigen Gebieten und Bereichen nicht ganz so ernst genommen. Auch die Partyhochburg Zrce auf der Insel Pag, die Clubszene in Zagreb und diverse Events in Dalmatien haben sicherlich nicht dazu beigetragen, das bisherige positive Image Kroatiens in der COVID-19-Pandemie zu bestätigen.

Einreise von Kroatien nach Österreich ohne Quarantäne

Auf der Homepage der Österreichischen Regierung heißt es (Stand 14.8., 14.00 h) : „Österreichische Staatsbürgerinnen/österreichische Staatsbürger, Bürgerinnen/Bürger aus EU-/EWR-Staaten und der Schweiz, Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich sowie Personen mit einer Aufenthaltsberechtigung in Österreich können aus den folgenden europäischen Staaten mit – bis auf das spanische Festland (Achtung: Reisewarnung!) – stabiler COVID-19-Lage ohne negativen PCR-Test und ohne Quarantäne einreisen (wenn sie sich die vergangenen zehn Tage ausschließlich in einem dieser Staaten aufgehalten haben und dies glaubhaft machen können):

Andorra, Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Polen, San Marino, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien (nur die Balearischen Inseln und die Kanaren), Tschechien, Ungarn, Vatikan, Vereinigtes Königreich und Zypern.“

Skipper in Kroatien ebenso sicher wie in Deutschland oder Österreich

Trotz der österreichischen Reisewarnung können sich aber die Skipper, die derzeit mit ihren Booten und Yachten auf der Adria unterwegs sind, beruhigt zurücklehnen: Zumindest für sie, aber auch für Urlauber in Appartements hat sich die Situation nicht grundlegend geändert: Wer Abstand wahrt, Hygieneregeln beachtet und dort, wo es erforderlich ist, Masken trägt, hat in Kroatien ebenso wenig zu befürchten wie in Österreich oder Deutschland.

Einreise nach Österreich ohne Beschränkungen

Auf der Homepage der Österreichischen Regierung heißt es (Stand 14.8., 14.00 h) : Österreichische Staatsbürgerinnen/österreichische Staatsbürger, Bürgerinnen/Bürger aus EU-/EWR-Staaten und der Schweiz, Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich sowie Personen mit einer Aufenthaltsberechtigung in Österreich können aus den folgenden europäischen Staaten mit – bis auf das spanische Festland (Achtung: Reisewarnung!) – stabiler COVID-19-Lage ohne negativen PCR-Test und ohne Quarantäne einreisen (wenn sie sich die vergangenen zehn Tage ausschließlich in einem dieser Staaten aufgehalten haben und dies glaubhaft machen können):
Andorra, Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Polen, San Marino, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien (nur die Balearischen Inseln und die Kanaren), Tschechien, Ungarn, Vatikan, Vereinigtes Königreich und Zypern.

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