Coronavirus Kroatien Rekordzahlen: 748 Neuinfektionen – aber nicht an der Küste

Coronavirus Neuinfektionen Rekordzahlen Kroatien
Kroatien weist mit 748 Infizierten heute am 14. Oktober 2020 eine Rekordzahl an Coronavirus-Neuinfektionen auf – aber eben nicht überwiegend an der Küste. Wassersportler können sich weiterhin sicher fühlen.

Die Coronavirus-Neuinfektionen mit 748 COVID-19-Fällen in den letzten 24 Stunden haben am 14. Oktober 2020 ihren bisherigen Jahreshöchststand erreicht. Soweit die schlechte Nachricht, die sicherlich in den Medien schnell verbreitet wird. Die gute Nachricht, die auch gern einmal unterschlagen wird, lautet: Die nördlichen Küstenregionen sind kaum betroffen, insbesondere Istrien verhindert mit strengen Maßnahmen bisher wirkungsvoll die Ausbreitung des Virus.


Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand in der Corona-Pandemie. Diese Tabelle der Johns Hopkins University soll neutral über die aktuelle epidemiologische Situation in Kroatien informieren (täglich aktualisiert). Für detaillierte Werte mit der Maus über die Balken fahren. Datenquelle: Johns Hopkins University

 

Neue „alte“ Coronavirus Hotspots: Zagreb und Split

Den Hauptanteil zu den hohen Zahlen der Neuinfektionen liefern, wie fast schon zu erwarten, die Städte Zagreb (211) und Split/Dalmatien (128). Die Küstenregionen blieben von den steigenden Corona-Zahlen relativ verschont, die Mehrzahl der infizierten Personen in der Gesamtstatistik sind im Landesinneren ansässig.

Istrien deutlich sicherer

Auch wenn es die nahegelegenen Länder wie Österreich und Slowenien nur ungern zur Kenntnis nehmen: Die Situation im nördlichen Teil Kroatiens wie beispielsweise Istrien stellt sich deutlich besser da als beispielsweise in vielen österreichischen und slowenischen Regionen. Das bestätigen uns auch immer wieder Reisende, die sich trotz Reisewarnung aus Österreich und partieller Reisewarnung aus Deutschland in den entsprechenden Regionen aufhalten.

Corona in Split überwiegend im Hinterland

Ein SeaHelp-Mitglied, dass sich derzeit noch in der Region Split aufhält, berichtete von entspannten Verhältnissen vor Ort: „Hier an der Küste ist Corona kein Thema, die meisten Neuinfektionen mit dem Virus sind im Hinterland oder direkt in der Stadt Split aufgetreten. Wir fühlen uns hier allemal sicherer als in Wien.“ Was man sich allerdings wünscht: Österreichs Regierung sollte die einzelnen Regionen einfach einmal differenzierter betrachten.

„Causa Kroatien“ – Kritik auf Facebook

Auch auf Facebook machen sich viele verärgerte Nutzer über das Verhalten der österreichischen Regierung in der „Causa Kroatien“ Luft. Die Kommentare reichen von: „Eigentlich müsste jeder pflichtbewusste österreichische Staatsbürger mit Familie nach Kroatien flüchten, um sich vor dem verseuchten Österreich zu schützen“ bis hin zu weniger drastischen Vorschlägen wie „Was wäre dabei das man von dem Hotel oder Vermieter oder von einer Marina eine Bestätigung bei der Grenze herzeigt? Ich sehe die Warnstufe 6 für Coronavirus-Risikogebiete ein. Aber die Küstengebiete sind ja keine Coronavirus-Risikogebiete…“

Anfrage an Bundeskanzler Sebastian Kurz

Ein weiteres SeaHelp-Mitglied hat das Büro des Bundeskanzlers Sebastian Kurz bezüglich der Reisewarnungen Kroatien angeschrieben und erhielt folgende Nachricht:

„Bezugnehmend auf Ihre Kritik an der von der Bundesregierung ausgesprochenen Reisewarnung für Kroatien, die seit dem 17. August 0.00 Uhr in Kraft ist, dürfen wir darauf hinweisen, dass eine stark zunehmende Zahl von Neuinfizierten aus dem Urlaub aus Kroatien zurückgekehrt ist und das Infektionsgeschehen in Österreich somit beschleunigt hat. Wir dürfen Ihnen jedoch versichern, dass die Bundesregierung die Risikobewertung für die verschiedenen EU-Mitgliedstaaten in Abstimmung mit den entsprechenden medizinischen Fachexpertinnen und Fachexperten abstimmt und fortlaufend evaluiert.

Bundeskanzler Sebastian Kurz spricht sich für eine Abstimmung auf europäischer Ebene, sowie ein möglichst differenziertes Vorgehen bei der Verhängung von Reisewarnungen aus. Generell sind die Reiseinformationen des Außenministeriums als Empfehlungen und nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise zu verstehen. Die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher hat dabei immer die höchste Priorität.“

Klärung auf europäischer Ebene

Worte wie „Abstimmung auf europäischer Ebene“ oder „differenziertes Vorgehen“ hören sich aus dem Büro des Bundeskanzlers Sebastian Kurz ziemlich gut an. Hoffentlich bleiben es nicht reine Lippenbekenntnisse.

Coronavirus: Zahlen Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien im Vergleich

Um die Zahlen in Kroatien im europäischen Gesamtkontext besser einordnen zu können, hier ein Vergleich: Kroatien mit ca. 4,2 Mio. Einwohner wies am 14. Oktober 748 Corona-Neuinfektionen auf, Österreich mit ca. 8,8 Mio. Einwohner 1346 COVID-19-Neuinfektionen und Slowenien mit ca. 2,1 Mio. Einwohner meldete ebenfalls am 14. Oktober 707 Coronavirus-Neuinfektionen. Deutschland mit ca. 83 Mio. Einwohnern verzeichnete am gleichen Tag knapp 5.200 Coronavirus-Neuinfektionen.

Weitere Informationen:

Coronavirus Kroatien: Aktuelle Informationen zu Covid-19

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