Wegen steigender Corona-Zahlen in Kroatien: Ab 13. Juli Maskenpflicht in Supermärkten und Restaurants

Kroatien covid-19: Corona Zahlen steigen - Maskenpflicht
Steigende Corona-Neuinfektionen in Kroatien erfordern Maskenpflicht in Supermärkten und Restaurants.

Weil die durch Sars-CoV-2 hervorgerufenen Coronavirus-Fälle in Kroatien wieder gestiegen sind, hat der nationale Zivilschutz ab dem 13. Juli 2020 eine verbindliche Maskenpflicht in Supermärkten, im Gastgewerbe, für alle Angestellten des Gesundheitssektors sowie im öffentlichen Personen-Nahverkehr und in Krankenhäusern angeordnet.

Steigende Anzahl von Neuinfektionen in Kroatien

Seit mehreren Tagen wurden in Kroatien Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2 Virus im dreistelligen Bereich registriert, allein vom 10. auf den 11. Juli meldeten die Behörden insgesamt 140 neue COVID-19-Erkrankungen, was letztlich den Ausschlag gab, die Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung wieder zu verstärken. Dieser Trend sollte sich auch in den Zahlen, die am Sonntag, den 12. Juli veröffentlicht werden, weiter fortsetzen.

Ständig aktualisierte Tabelle der COVID-19-Infektionen in Kroatien

Wird alle 30 Minuten aktualisiert. Durch antippen der Legende können Werte ein- und ausgeblendet werden. Für detaillierte Werte mit der Maus über die Balken fahren. Datenquelle: Johns Hopkins University


Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand in der Corona-Pandemie. Diese Tabelle der Johns Hopkins University soll neutral über die aktuelle epidemiologische Situation in Kroatien informieren. Gleichzeitig sollten die Zahlen aber auch entsprechend realistisch eingeordnet werden.

Europaweit ansteigende Corona-Neuinfektionen

Damit befindet sich Kroatien allerdings in guter Gesellschaft: Auch in Teilen Österreichs und sogar auf der spanischen Urlauber-Insel Mallorca mussten nach einem spürbaren Anstieg der Neuinfektionen die Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie wieder verstärkt werden.

Urlauber kaum beeinträchtigt

Urlauber, die die schönsten Tage des Jahres an der kroatischen Adria verbringen wollen, sollten jetzt allerdings nicht in Panik verfallen: Die Maßnahmen, die am Montag in ganz Kroatien gelten, waren vorher schon in Istrien umgesetzt worden, weil man im generell touristisch besonders stark ausgeprägten Norden Kroatiens die Zahl der Neuinfektionen allein schon aus wirtschaftlichen Gründen niedrig halten will. Und ein Mund-Nase-Schutz an Orten, an denen zwangsläufig viele Menschen aufeinandertreffen, macht letztlich auch Sinn.

Bisher nur lokale Ausbrüche

Außerdem sollte man trotz allem einmal genauer hinschauen: Mit Ausnahme der Region Split befinden sich aktuell die meisten Corona-Hotspots abseits der touristischen Zentren, nämlich in Ost-Slawonien oder der Hauptstadt Zagreb. Während Split beispielsweise am Samstag insgesamt 11 Neuinfektionen aus den zurückliegenden 24 Stunden meldete, verzeichnete Sibenik am gleichen Tag nicht eine einzige Infektion mit dem Coronavirus.

Mehr als eine halbe Million Urlauber in Kroatien

Offensichtlich hat sich diese Einschätzung der Situation auch bei den Urlaubern durchgesetzt, die nicht viel auf die täglichen „Wasserstandsmeldungen“ in Sachen Coronavirus geben, sondern lieber den normalen Menschenverstand bzw. Hausverstand walten lassen. Derzeit befinden sich nach Angaben der kroatischen Tourismuszentrale ca. eine halbe Million Urlauber in Kroatien. Allein am Samstag meldeten Anreisende lange Staus an den Grenzübergängen, nicht zuletzt wegen der verstärkten Kontrollen.

Samstag lange Wartezeiten an Grenzen

Insbesondere der Urlaubsverkehr Richtung Kroatien sorgte für kilometerlange Staus auf den beliebten Transitstrecken. Blockabfertigung bei der Einreise nach Slowenien am Karawankentunnel stellte viele Urlauber auf eine erste Geduldsprobe, bevor dann an der slowenisch-kroatischen Grenze sich abermals der Verkehr staute. Zwei bis drei Stunden Wartezeit am Grenzübergang Rupa mussten die meisten Urlauber den ganzen Tag über in Kauf nehmen.

„Umweg“ Italien hilft nicht, Stau zu umgehen

Da half es auch nicht, über Italien und Koper anzureisen. Auch hier schrieben der SeaHelp-Redaktion zahlreiche Kroatien-Urlauber von stundenlangen Wartezeiten beim Überqueren der Grenze nach Kroatien, weil immer noch die Daten der Einreisenden wegen der COVID-19-Situation in Kroatien erfasst werden und viele Urlauber es offensichtlich nicht für nötig halten, sich unter Enter Croatia vorab zu registrieren.

Urlaubssituation in Kroatien wie in Resteuropa

Schaut man auf die europaweite Situation, stellt Kroatien allerdings keinen Einzelfall dar: Feierwütige Urlauber am Ballermann, überfüllte Ostsee-Strände mit mittlerweile regionalen Zugangsbeschränkungen, bayrische Nationalparks, in denen sich ganze Horden von Wanderern unter Missachtung der Abstandsregeln tummeln – es drängt sich der Eindruck auf, als würde man mit dem Start in den Urlaub sämtliche Vorsichtsmaßnahmen daheim lassen. Da hilft es auch nicht, Urlaub im eigenen Land aus epidemiologischen Gründen zu fördern, um tatsächlich der nationalen Tourismuswirtschaft Einkünfte zu bescheren, wenn es beispielsweise in Bayern schon einer App bedarf, die den Zugang zu Nationalparks regelt.

Auf der Yacht am sichersten

Deshalb gilt auch weiterhin: Urlaub auf einer Yacht oder in einem Appartement, bestenfalls noch mit einem Trailerboot in Kroatien ist allemal sicherer als das Schlange stehen vor den Liftanlagen in den Bergen Österreichs oder Deutschlands. Abstandsregeln hält man notgedrungen auf dem Wasser eher ein als an Land und für die Hygiene an Bord bzw. beim abendlichen Landgang ist jeder selbst verantwortlich – eben genau so, wie zuhause auch.

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Corona-Zahlen Kroatien aktuell: Istrien verschärft wieder die COVID-19-Maßnahmen – generell mehr Neuinfektionen in Kroatien

Wichtige Links für die Anreise nach Kroatien

Staus Österreich
Grenzwartezeiten Österreich/Slowenien
Grenzwartezeiten Grenze Kroatien

Achtung: Registrierung bei EnterCroatia für Einreise Kroatien nicht vergessen!

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