Achtung: Waldbrandgefahr!

Achtung - Waldbrandgefahr: Waldbrände auch in Iatlien und Kroatien

In vielen Regionen Europas ist es derzeit außergewöhnlich heiß und trocken. Parallel dazu steigt in diesen Gegenden die Waldbrandgefahr; viele Feuer sind bereits ausgebrochen. Wie verhalte ich mich, wenn ich bei einer Wanderung von einem Waldbrand überraschet werde? SeaHelp informiert.

Egal, in welchen Regionen in Europa man aktuell unterwegs ist, es gibt kaum ein Waldgebiet, das derzeit nicht von akuter Brandgefahr betroffen ist. Viele Feuer sind bereits ausgebrochen, die Feuerwehrleute sind im Dauereinsatz, etwa in Frankreich, Spanien, Italien, Portugal, aber auch in Kroatien. Wenn diese natürlichen Refugien an Touristen-Hotspots angrenzen, kann es schnell auch für Menschen gefährlich werden.

Die Lage ist beängstigend, und eine Beruhigung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, bleiben die Temperaturen auf dem derzeitig hohen Niveau, und bleibt es parallel dazu trocken, steigt die Gefahr von Waldbränden weiter.

Die italienische Feuerwehr rückte in den vergangenen Wochen 4.000-mal mehr aus aus im Vergleichszeitraum des Vorjahres

So mußte die italienische Feuerwehr in diesem Sommer etwa deutlich öfter wegen Wald- und Buschbränden ausrücken als noch vor einem Jahr, wie es in einer dpa-Meldung heißt. Vom 15. Juni bis 21. Juli seien danach landesweit mehr als 32.900 Einsätze gezählt worden, etwa 4.000 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Am häufigsten hätten die Feuerwehrleute bislang auf Sizilien und in Apulien eingreifen müssen. Mittlerweile beklagten die Behörden außerdem ein erstes Todesopfer der Waldbrände: eine Polizistin und Mitarbeiterin des Zivilschutzes sei am Donnerstag in der Gemeinde Prepotto an der italienisch-slowenischen Grenze östlich von Udine bei Löscharbeiten ums Leben gekommen.

Wie es in der Meldung weiter heißt, loderten in dem Grenzgebiet der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien seit Tagen ausgedehnte Waldbrände an verschiedenen Orten, etwa bei Monfalcone südlich von Görz (Gorizia), weshalb die Behörden zeitweise einen Autobahnabschnitt und einen Teil einer Zugstrecke gesperrt hätten.

Ein Großbrand beschäftigte etwa einhundert Feuerwehrleute in der Toscana westlich von Lucca

Ein Großbrand habe auch etwa einhundert Feuerwehrleute in der toskanischen Gemeinde Massarosa westlich von Lucca beschäftigt. In diesem Gebiet seien mehrere hundert Menschen aus ihren Häusern vor den Flammen in Sicherheit gebracht worden, Regionalpräsident Eugenio Giani habe gewarnt, dass die Gefahr noch nicht vorüber sei.

Auch in den norditalienischen autonomen Provinzen berichteten die Behörden seit Tagen immer wieder von Waldbrandeinsätzen wie in Südtirol oder im Trentino. In Italien herrscht seit Monaten eine extreme Dürre, so dass sich die Flammen immer wieder rasch auf den trockenen Böden ausbreiten könnten. Oft steckten hinter den Feuern Fahrlässigkeit oder Brandstiftung. Hinzu komme, dass der Wind die Flammen oft anfache.

 

Achtung - Waldbrandgefahr: Waldbrände in Italien

 

Auch in Kroatien sind die Feuerwehrleute im Dauereinsatz; an vielen Adriaorten wüten Waldbrände

Auch in Kroatien seien die Feuerwehrleute wegen der Hitzewelle und der außergewöhnlichen Trockenheit im Dauereinsatz, wie die Mitarbeiter der dortigen SeaHelp-Basen mitteilten. Vielerorts würden auch an der Adriaküste schon mehrere Waldbrände wüten – und das mitten in der Hauptreisezeit.

Am dramatischsten sei die Situation in den letzten Tagen in der Nähe der dalmatinischen Stadt Sibenik an der Krka-Riviera gewesen. Wasserflugzeuge und Dutzende von Feuerwehrleuten waren hier im Dauereinsatz, um die Flammen einzudämmen.

Bewohner von Zaton und Raslina seien mit Booten über die Stubalj-Bucht in Sicherheit gebracht, heißt es; die Situation sei „so schlimm wie seit zehn Jahren nicht mehr“, wurde Danijel Mileta, Chef des Zivilschutzes von Sibenik, zitiert.

In Zaton hatten mehrere Häuser Feuer gefangen, über dem Ort lag zeitweise dichter Qualm

Mehr als 100 Feuerwehrleute mit 42 Löschfahrzeugen seien im Einsatz, schreibt das Nachrichtenportal „sibenik.in“. In der Ortschaft Zaton habe danach zeitweise regelrechte Panik geherrscht, als gleich mehrere Häuser Feuer gefangen hatten, und sich dichte Rauchschwaden über den Ort gelegt hatten.

Erst am letzten Wochenende habe ein Brand nahe der Stadt Pula auf der Halbinsel Istrien 40 Hektar Vegetation vernichtet. Nahe dem zentralkroatischen Ort Novak habe am Wochenende zudem ein 15 Hektar großer Eichenwald in Flammen gestanden.

Weiter hieß es, die Feuerwehr habe neben Fahrzeugen auch Hubschrauber zum Löschen eingesetzt. Auf der Adria-Insel Brac hatte es ebenfalls gebrannt; Auslöser sei laut laut kroatischen Medienberichten ein brennendes Auto am Straßenrand gewesen.

 

Waldbrandgefahr: Zaton hatten mehrere Häuser Feuer gefangen

 

Wie sollte man sich bei einem Waldbrand verhalten? Das richtige Verhalten bei einem Waldbrand kann lebensrettend sein.

Die Experten vom Internationalen Katastrophenschutz Deutschland haben auf Ihrer Website zahlreiche Informationen zu Waldbrandwissen gesammelt. Wer im Freien, zum Beispiel bei einer Wanderung, von einem Waldbrand überrascht wird, sollte zunächst Ruhe bewahren und sich seitlich zur Windrichtung vom Waldrand wegbewegen.

Vor Funkenflug solle man sich danach mit einer Kopfbedeckung und einer Sonnenbrille schützen, gegen Rauch könne man sich ein feuchtes Tuch vor den Mund halten.

Generell gelte, dass man im Falle eines Falles in eine Waldregion mit möglichst wenig Bewuchs und brennbarem Material flüchten solle, Hänge verlassen und sich möglichst seitlich vom Feuer wegbewegen solle.

Kleinere Brände können selbst bekämpft werden – die eigene Sicherheit sollte jedoch stets Priorität haben

Bei kleineren Entstehungsbränden am Boden könne man nach den Angaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe selbst versuchen, den Brand zu löschen. Aber: die eigene Sicherheit solle dabei immer an erster Stelle stehen.

Kleinere Brandstellen am Boden könne man einfach austreten. Festes Schuhwerk, eine lange Hose und langärmlige Baumwollkleidung seien dafür allerdings Pflicht. Brandstellen könnten mit Sand, Kies oder Erde abgedeckt werden. Wenn vorhanden, sollten Feuerlöscher eingesetzt werden.

Trotzdem sollte nach ersten erfolgreichen Bekämpfungsmaßnahmen die zuständige Feuerwehr informiert werden. Bei größeren Waldbränden sollte immer die Feuerwehr zum Einsatz kommen. Diese bekämpft das Feuer mit Spritzen effektiv am Boden.

Weil es sehr schwierig ist, genügend Löschwasser zur Brandstelle zu transportieren, unterstützen oft Löschflugzeuge aus der Luft die Feuerwehren am Boden, indem sie große Wassermengen abwerfen. Achtung: teilweise enthält das Löschwasser auch chemische Zusätze, die die Brandbekämpfung unterstützen.

 

Achtung - Waldbrandgefahr: Löschflugzeuge im Einsatz

 

Wer einen Brand melden will, wendet sich an am besten an die örtliche Feuerwehr- oder Polizeidienststelle – mit möglichst konkreten Angaben

Wer einen Brand bei der Feuerwehr (Telefonnummer 112) oder bei der nächsten Polizeidienststelle (Telefonnummer 110) melden möchte, sollte möglichst konkrete Angaben machen: Wo brennt es? Wie brennt es? Sind Menschen in Gefahr? Von wo wird der Brand gemeldet?

Auch an die SeaHelp-Helpline kann man sich im Falle eines Brandes jederzeit wenden; unsere Mitarbeiter werden dann unverzüglich alle weiteren notwendigen Schritte einleiten.

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