SeaHelp-Umfrage zur Ausbreitung des Coronavirus in Kroatien: Weniger als ein Promille der Reiserückkehrer infiziert – Wassersportler sicher

Wassersportler in Kroatien waren 2020 am wenigsten vom Coronavir
Mit Abstand und Anstand zählte der Wassersport in der Saison 2020 in Kroatien zu den sichersten Urlaubsformen.

Wie sicher ist der Wassersport, wenn es um das Corona-Virus geht? Diese Frage stellte SeaHelp im Rahmen einer Umfrage, an der sich 1213 Wassersportler beteiligten, die ihren Urlaub in Kroatien verbracht hatten, einem Land, das in Deutschland nach Aussagen der Robert-Koch-Instituts und der österreichischen Regierung für eine Vielzahl von Infektionen durch Reiserückkehrer verantwortlich war.

Die Umfrage offenbarte indes ein ganz anderes Bild: Von den 1213 Wassersportlern hatten sich lediglich drei Personen infiziert. Und weil Umfragen hinsichtlich ihrer Aussagen zwangsläufig eine gewisse Ungenauigkeit an den Tag legen, konnte das Ergebnis durch PCR-Tests des in Österreich und Kroatien tätigen KIRT Steiermark (KIRT steht für Kranken- und Intensivtransporte, Anm. d. Red.) validiert werden: Der hatte mit seiner mobilen Teststation nach seinen Angaben 1178 Testungen in den Marinas in Kroatien von Wassersportlern genommen und im Labor der österreichischen MED Uni Graz untersuchen lassen. Dabei erwies sich lediglich ein Test als positiv. Damit dürfte das Ergebnis der SeaHelp-Umfrage hinreichend validiert sein.

PCR-Tests unter Wassersportlern: Weniger als ein Promille in Kroatien infiziert

Die PCR-Tests, die der KIRT Steiermark in Kroatien entnahm und in Österreich untersuchen ließ, dienten als offizieller Nachweis für die österreichischen Regierungsbehörden, um diese Reiserückkehrer von der in Österreich seinerzeit angeordneten Quarantäne zu befreien. Hierbei handelte es sich also quasi um ein amtliches Dokument. Berücksichtigen sollte man allerdings bei der Masse an Tests auch noch eine gewisse Ungenauigkeit – ein Test mit einer Spezifität von 95 % liefert nach Aussagen des deutschen „Ärzteblatts“ bei fünf von 100 Gesunden ein falsch-positives Ergebnis. Bedenkt man, dass die positiv getestete Person nicht allein an Bord war und der Rest der Crew „negativ“ getestet wurde, relativiert sich die Aussage abermals.

Infektionsrisiko in Kroatien nicht höher als in Deutschland oder Österreich

Auch wenn es schwer fällt, angesichts hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus und einer Verschiebung der boot Düsseldorf auf April schon Gedanken an die kommende Wassersport-Saison zu verschwenden – sie kommt so sicher wie das Amen in den derzeit noch leeren Kirchen. Und weil dann trotz möglicher Impfungen und ausreichend zur Verfügung stehender Corona-Tests bei zahlreichen Bootseignern die Angst, oder aber zumindest ein ungutes Gefühl mit an Bord geht, weist SeaHelp darauf hin, dass Wassersportler auch in Ländern wie beispielsweise Kroatien einem deutlich geringeren Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Diese Nachricht ist an sich nichts Neues, wurde aber durch die Umfrage unter Wassersportlern erstmals hinreichend validiert.

Reiserückkehrer, insbesondere Wassersportler nicht verantwortlich für Ausbreitung

Doch diese Aussage, die den Wassersport als äußerst sichere Urlaubsform in Zeiten der Corona-Pandemie beschreibt, könnte auch wegweisend für den gesamten Wassersport, aber auch für ein Land wie Kroatien sein, dem man nur allzu gern fälschlicherweise eine Mitschuld am Infektionsgeschehen zuschrieb. Diese Entscheidung war letztlich auch politisch motiviert, um die Urlaubsströme auf das eigene Land zu begrenzen und die heimische Tourismuswirtschaft anzukurbeln.

Kroatien: Corona-Schutzmaßnahmen in Marinas als sehr gut bewertet

Doch die Umfrage lieferte nicht nur wertvolle Daten zum Infektionsgeschehen unter den Wassersportlern, sondern sollte auch die Situation vor Ort in Kroatien hinsichtlich der Möglichkeit einer Infektion mit dem Coronavirus beleuchten. Auf die Frage, wie die Teilnehmer der Umfrage die Schutzmaßnahmen in den kroatischen Marinas wahrgenommen haben, bezeichneten 42,6 % der Befragen die Maßnahmen, also Einhaltung der Hygieneregeln und die Möglichkeit, den vorgeschriebenen Abstand einzuhalten, als sehr gut, 40,7 % als gut und 8 % als befriedigend.

 

SeaHelp Umfrage Coronavirus Infektionen beim Wassersport Urlaub: Coronavirus Schutzmaßnahmen Marinas in Kroatien
Die kroatischen Marinas hatten sich bereits zu Beginn der Coronavirus-Pandemie auf entsprechenden Schutz ihrer Gäste eingestellt. Deutlich mehr als 80 % beurteilten die Maßnahmen als sehr gut, bzw. gut.

 

Auch kroatische Restaurants schnitten gut ab

Fast ebenso gut beurteilten die Umfrage-Teilnehmer die entsprechend vorgeschriebenen Maßnahmen in den kroatischen Restaurants. Sehr gut empfanden 28,6 % die Hygiene-Maßnahmen, die überwiegende Mehrzahl von 40,8 % benotete sie mit gut und immerhin 15,9 Prozent gaben an, mit den Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus zufrieden zu sein.

 

SeaHelp Umfrage Coronavirus Infektionen beim Wassersport Urlaub: Coronavirus Schutzmaßnahmen Restaurants in Kroatien
Überwiegend gut bis sehr gut: Die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus für Restaurantbesucher in Kroatien.

 

Überwiegend sehr gut für Corona-Maßnahmen der kroatischen Supermärkte

Ähnliche Ergebnisse erhielten auch die kroatischen Supermärkte, wenn es um den Schutz ihrer Kunden geht. 42,5 % hielten sie für sehr gut, 38,6 % immerhin noch für gut. Kein Wunder, die Kroaten achteten zumindest im Norden des Landes auf die Möglichkeit zur Handdesinfektion, Abstände auch an den Kassen sowie darauf, dass die Maximalzahl der Kunden im Supermarkt nicht überschritten wird.

 

SeaHelp Umfrage Coronavirus Infektionen beim Wassersport Urlaub: Coronavirus Schutzmaßnahmen Supermärkte in Kroatien
Zufrieden waren die Teilnehmer der SeaHelp-Umfrage auch mit der Einhaltung der Corona-Regeln in den kroatischen Supermärkten.

 

Bootseigner durften 2020 als Erste nach Kroatien zurückkehren

Ein wesentlicher Punkt sollte allerdings nicht außer Acht gelassen werden: Als Kroatien im späten Frühjahr die Einreisebestimmungen wieder lockerte, gehörten Wassersportler zu den ersten Gästen, die das Land wieder besuchen durften. Ein Chartervertrag oder der Nachweis über einen Liegeplatz in einer der zahlreichen Marinas galten als die Eintrittskarten zu den wohl schönsten Küsten Europas. Auch die kroatische Regierung wusste, dass das Infektionsrisiko an Bord wohl gegen Null geht und wer sich, ähnlich wie auch daheim, im Kroatienurlaub verantwortungsvoll verhält, sollte in Kroatien vom Coronavirus ebenso verschont bleiben wie auch daheim.

Kroatiens Wirtschaft von Tourismus abhängig

Aufgrund der hohen Inzidenzwerte wird es spätestens Anfang 2021 weitere strenge Maßnahmen der Regierung geben, die im Dezember mit einem Lockdown light wie wohl in den meisten europäischen Staaten ihren Anfang nahmen. 20 % der kroatischen Wirtschaftsleistung Kroatiens hängen vom Tourismus ab. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr bereits erheblich zurückgegangen ist, wird sich die kroatische Regierung einen Ausfall der Urlaubssaison kaum leisten können. Deshalb hat man sich vorsorglich schon mal eine hohe Anzahl an Impfdosen und Tests organisiert, um für die Saison 2021 einen den Umständen entsprechend sicheren Aufenthalt gewährleisten zu können.

Erfolg Kroatiens im Jahr 2020 sollte sich 2021 wiederholen

Im Jahr 2020 hat das schließlich auch funktioniert, Kroatien zählte im Sommer zu den sichersten europäischen Urlaubszielen und konnte von allen Urlaubsländern europaweit die höchste Anzahl an ausländischen Touristen realisieren. Dieser Vertrauensvorschuss sollte auch im Jahr 2021 seine Früchte tragen, zumal man wohl auch auf politischer Ebene erkannt haben, dürfte, das Reiserückkehrer, insbesondere nicht die Wassersportler als Treiber der Coronavirus-Neuinfektionen anzusehen sind, wie auch der Fernsehauftritt des österreichischen Bundeskanzlers Kurz deutlich machte.

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