Die aktuelle Coronavirus SARS-CoV-2-Situation in Italien Neubewertung der Lage nach den Mai-Feiertagen

Italien: Marina Lignano
Derzeit herrscht Ruhe in den Marinas im Bereich Lignano, weil die italienischen Behörden streng kontrollieren und hart sanktionieren.
Zu Ostern wird das Wetter an der Adria so schön wie schon lange nicht mehr - Lignano berichtete am Gründonnerstag von 28 Grad. Nur, das beste Reisewetter nutzt nichts, wenn man wegen des Coronavirus noch nicht reisen kann. Über die Situation im Bereich der nördlichen Adria, insbesondere der bei Deutschen und Österreichern besonders beliebten Region rund um Lignano, sprach SeaHelp mit dem technischen Direktor der Cantieri d’Aprilia, Davide Muser und den dort stationieren SeaHelp-Einsatzkräften.

Lignano: Boote sicher im Hafen

Davide Muser sieht die Situation ganz pragmatisch: „Bei uns sieht es im April noch so aus, als wäre Winter!“ Die Marina ist absolut leer, Büros und Geschäfte geschlossen, nur die Mitarbeiter schauen nach den Booten, sowohl im Wasser als auch an Land. „Die überwiegende Mehrzahl unserer Gäste hat Verständnis für die Situation, ist sogar froh, ihr Eigentum in guten Händen zu wissen“, erklärt Muser.

Anfang Mai Neubewertung der Situation

Wie es weiter geht? Das steht seiner Meinung nach in den Sternen. Die italienische Regierung versucht, die für Ostern und den 1. Mai traditionell hohe Reiselust der italienischen Bevölkerung stark einzudämmen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 zu vermeiden, bzw. zu reduzieren. Nach dem 2. Mai sollte die Lage in Italien nach Meinung von Davide Muser neu bewertet werden. Mit welchem Ergebnis, das hängt allerdings von den Zahlen ab.

Quarantäne wegen Coronavirus SARS-CoV-2

Wer übrigens wollte, könnte durchaus nach Italien reisen: „14 Tage Quarantäne in Italien, bei der Rückkehr nochmals 14 Tage Quarantäne in Deutschland oder Österreich – darauf wird man an der Grenze hingewiesen“, so Muser weiter. Und wirklich lohnen würde es sich wohl für niemanden, denn die Boote dürfen die Marina nicht verlassen. Und das Leben in Italien ist vom „dolce vita“ weit entfernt.

Hohe Strafen bei Zuwiderhandlungen

Ein SeaHelp-Mitarbeiter schildert das Prozedere beim Einkauf: Bei den allgegenwärtigen Polizeikontrollen ein Genehmigungsschreiben vorweisen mit Ziel und Grund der Fahrt. Sollte es zum Einkaufen gehen, muss selbst der Kassenzettel aufgehoben werden, weil auch dem Rückweg oder später daheim wieder Kontrollen stattfinden können.

Verstöße werden streng geahndet: So wird von zwei Personen berichtet, die sich am Strand auf ein Gläschen selbst mitgebrachten Wein trafen und von der Polizei erwischt wurden: Die Strafe für jeden betrug 280 Euro. Und gut 500 Euro musste, so erzählt man sich, ein Eigner zahlen, der an seinem Schiff arbeitete.

Für den, wenn auch leicht verspäteten Start in die Wassersportsaison scheint man in Lignano gerüstet zu sein. Davide Muser: „Die Marina und das ganze Personal steht für unsere Gäste bereit, die Saison kann jederzeit beginnen, wir sind vorbereitet.“

Marinas in Lignano für Neustart bereit

Spricht man mit weiteren Beteiligten, existiert allerdings überall das Prinzip Hoffnung, dass sich die Maßnahmen langsam lockern werden und Italien Schritt für Schritt auch zur Normalität zurückkehrt. Spätestens nach dem 2. Mai, so heißt es hinter vorgehaltener Hand, auch wenn sich niemand endgültig festlegen möchte.

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