Update – SeaHelp zum Coronavirus: Die aktuelle Situation in Kroatien, Slowenien, Italien

SeaHelp Update: Coronavirus
Fast stündlich ändert sich die Nachrichtenlage zum Coronavirus. Während in Italien das öffentliche Leben fast zusammengebrochen ist, muss man die Situation in den Anrainer-Staaten der Adria schon etwas differenzierter betrachten. SeaHelp hat angesichts der Flut an sich täglich ändernden Informationen am Ende dieses Beitrags eine kurze Liste mit den wichtigsten Links zusammengestellt, die die aktuelle Nachrichtenlage zum Thema SARS-CoV-2 (Covid19) wiedergeben.

Was interessiert die Eigner von Schiffen, die im Bereich der Adria liegen: Kann ich derzeit noch zu meinem Schiff gelangen und wie wird sich die Nutzung in den Sommermonaten voraussichtlich gestalten? Ist es ratsam, so langsam mit der Auswinterung zu beginnen? All diese Fragen kann natürlich auch SeaHelp nicht beantworten. Fest steht Stand heute (11.3.2020):

Italien

Personen, die aus Italien nach Österreich einreisen, müssen derzeit ein Gesundheitszeugnis, nicht älter als vier Tage vorweisen, das bestätigt, dass sie negativ auf das Coronavirus getestet wurden, wie der österreichische Automobilclub ÖAMTC mitteilte. Der ÖAMTC weiter: „Kann kein Gesundheitszeugnis vorgewiesen werden, dürfen österreichische Staatsbürger oder Personen, die einen Haupt- oder Nebenwohnsitz in Österreich haben, dann einreisen, wenn sie sich sofort in eine 14-tägige Quarantäne begeben.“ Unter diesen Bedingungen dürften derzeit wohl die Marinas in Italien von Besuchern aus Österreich abgeschnitten sein. Deutsche Staatsbürger, die sich auf der Rückreise aus Italien befinden, können Österreich als Transitland nutzen, wenn sie das Land ohne Zwischenstopp wieder verlassen. Eine Durchreise durch Italien ist derzeit nicht möglich.

Slowenien

Nach Auskunft der slowenischen Fremdenverkehrszentrale in München bestehen lediglich Einreisebeschränkungen von Italien nach Slowenien analog zu den österreichischen Maßnahmen. An den anderen Grenzübergängen werden, so ein Sprecher, derzeit keine besonderen Kontrollen hinsichtlich des Coronavirus durchgeführt, nur offensichtlich erkrankte Personen würden kontrolliert. Da Slowenien das Nachbarland Kroatien hinsichtlich der Verbreitung des Coronavirus derzeit nicht als Risikogebiet ansieht, würden auch an den Grenzübergängen Slowenien/Kroatien keine weitergehenden Kontrollen durchgeführt, die derzeit zu ungewöhnlichen Beeinträchtigungen im Reiseverkehr führen könnten. In Slowenien wurden bisher 31 Coronavirus-Infektionen bestätigt. Links in englischer Sprache finden sich am Ende dieses Beitrags, sie werden täglich aktualisiert.

Kroatien

Auf kroatischer Seite sieht man die Situation derzeit noch etwas entspannter: 16 bestätigte Fälle von Coronavirus-Infektionen werden dort zur Zeit isoliert behandelt, die Gespanschaft Istrien hat außerdem alle öffentlichen, kulturellen und sportlichen Veranstaltungen bis zum 14. April abgesagt, Italienische Staatsbürger, die nach Kroatien einreisen möchten, können das nur, nachdem sie sich 14 Tage in Quarantäne begeben haben, wie das deutschsprachige Medienportal HRT unter Berufung auf regierungsnahe Quellen berichtet. Eine Schließung von Schulen, Kindergärten und Hochschulen wird in Erwägung gezogen.

Generell gilt:

Einer Einreise von Österreich nach Kroatien über Slowenien steht nach derzeitigem Stand nichts entgegen. Empfehlenswert scheint es aber, sich über die nachfolgenden Links aktuell zu informieren, da sich die Situation ständig ändern kann.

Aktuelle Infos zum Coronavirus

Österreich:
ÖAMTC
Slowenien:
News-Seite der slowenischen Tourismusagentur
Kroatien:
Deutschsprachigen kroatischen Nachrichtenportal (HRT) „Stimme Kroatiens“
Dieser Artikel ist ein Update zum bereits veröffentlichten Artikel:
Coronavirus und Reiserecht – erster Fall in Kroatien bestätigt!

Aussagen führender Virologen

SeaHelp hat nachgefragt bei führenden Virologen, ob bei steigenden Temperaturen mit einer rückläufigen Aktivität der Coronaviren zu rechnen sei. Hier die Antworten:

Der Berliner Virologe Christian Drosten (Charité Berlin) ließ sich dazu mit folgenden Worten ein: „…die Trockenheit und UV-Strahlung lassen Übertragungsereignisse geringer werden…!“ Außerdem soll der im Frühjahr und Sommer vermehrte Aufenthalt draußen die Möglichkeit der Infizierung reduzieren. Dem schließt sich auch die Gesellschaft für Virologie zumindest bedingt an, indem sie auf die stärkere Verbreitung herkömmlicher Grippeviren in den Wintermonaten hinweist, dieses aber nicht unbedingt auch zwingend auf das Coronavirus zutreffen muss.

Stellungnahme Pressestelle der Gesellschaft für Virologie mit Sitz in Stuttgart:

„Es stimmt, dass manche Virologen/Infektiologen vermuten, dass das Infektionsgeschehen mit wärmeren Temperaturen zurückgehen könnte. Allerdings gibt es dazu auch unter Experten unterschiedliche Meinungen. Gelten sollten aktuell die Einschätzungen der großen Seuchenschutzbehörden): Es ist noch nicht bekannt, ob Wetter und Temperatur die Verbreitung von COVID-19 beeinflussen. Einige andere Viren, wie die Erkältung und die Grippe, verbreiten sich in den kalten Monaten stärker, was aber nicht bedeutet, dass es unmöglich ist, in anderen Monaten an diesen Viren zu erkranken. Derzeit ist nicht bekannt, ob die Ausbreitung von COVID-19 bei wärmerem Wetter abnimmt. Es gibt noch viel mehr über die Übertragbarkeit, den Schweregrad und andere Merkmale im Zusammenhang mit COVID-19 zu erfahren, und die Untersuchungen laufen noch.“

Stellungnahme Pressestelle des Robert Koch Instituts mit Sitz in Berlin:

Zum Wetter: Über eine etwaige Saisonalität des neuen Coronavirus ist noch nichts bekannt. Es ist möglich, dass steigende Temperaturen einen gewissen abschwächenden Effekt haben, aber das ist nicht der einzige Faktor, der die Verbreitung beeinflusst. Eine genaue Temperatur kann man nicht angeben.

Fazit:

Wie sich die Situation künftig entwickeln wird, darauf wollten sich die führenden Virologen verständlicherweise nicht festlegen. Doch ihre Aussagen und das eigene Wissen um die Aktivität der Grippeviren im Winter legen zumindest die Vermutung nahe, dass mit den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings auch die Zahl der Neuinfektionen drastisch sinken könnte. SeaHelp hält sie darüber auf dem neuesten Stand.

 


Update vom 13.3.2020:

Zum Artikel: Coronavirus – Kroatien macht Grenzen dicht

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