SeaHelp-Wetterwarnung: Fehleinschätzung der Regionen in Kroatien führt vermehrt zu Havarien bei Sturm

Wetterwarnung mit der SeaHelp App erhalten.
Wenn das Gewitter bereits tobt wie hier die Blitze über Punat, ist es meist schon zu spät. Deshalb gilt: Rechtzeitig handeln, sicheren Hafen anlaufen und Boot oder Yacht entsprechend sichern.

Naturgemäß sollte an der Adria im Bereich Kroatien immer mal wieder mit vorhersehbaren, aber auch unvorhersehbaren, kurzfristigen Wetteränderungen wie Sturm, Starkregen oder Gewitter gerechnet werden. Deshalb hat SeaHelp in der kostenlosen SeaHelp App für iOS– und Android-Geräte die Funktion „Wetterwarnung“ integriert, die auf solche Wetterphänomene via Push-Nachricht hinweist. Zusätzlich erfolgen seitens der Behörden Warnungen über VHF Kanal 16. In der Nachbereitung des SeaHelp-Einsatzgeschehens konnte man anhand der Schadensfälle allerdings feststellen, dass nur wenige Skipper die offiziellen Warnungen vor Gewitter und Sturm beachteten.

Wetterwarnungen oftmals nicht beachtet

In Gesprächen mit den Eignern und Charterskippern, die in den vom Gewitter und Sturm betroffenen Gebieten mit Ihren Booten und Yachten unterwegs waren, stellte sich heraus, dass viele der SeaHelp-Wetterwarnung keine Beachtung schenkten oder aber die Wirkung der auftretenden Bora unterschätzt hatten. Ein zweiter, allerdings keinesfalls zu vernachlässigender Faktor ist die Tatsache, dass viele die Gebiete, in denen sie sich gerade mit Ihrem Boot oder Yacht befinden, den offiziellen Angaben der Meteorologen nicht korrekt zuordnen können.

Überblick über die meteorologischen Regionen Kroatiens

Deshalb hier noch einmal ein Überblick über die offizielle Einteilung der Küste, wie sie auch im Sprachgebrauch der Meteorologen verwandt wird:

Nordadria: Vom nördlichsten Punkt der Adria im Bereich Italien bis Zadar
Mittlere Adria: Von Zadar bis Dubrovnik
Südadria: Von Dubrovnik über Montenegro bis in den mittleren Teil Albaniens

 

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Fahren Sie mit der Maus über die farblich unterschiedlich markierten Regionen (auf dem Handy antippen), um den Namen der jeweiligen Region angezeigt zu bekommen.

 

Einteilung für gesamte Adria – nicht nur Kroatien

Der folgenschwere Irrtum, den die offiziellen Bezeichnungen der unterschiedlichen Adria-Regionen hervorrufen, besteht in der Fehleinschätzung vieler Skipper, diese Einteilung beziehe sich nur auf Kroatien. Tatsächlich bezieht sie sich auf die gesamte Mittelmeer-Region.

Irrtümer verursachen vermeidbare Havarien

Um diesen Sachverhalt näher zu erläutern, hier einmal ein Beispiel, an dem klar wird, wie schnell man einem Irrtum aufsitzen kann: Ein Skipper befindet sich in der Region vor Dubrovnik, also tatsächlich noch im Bereich der mittleren Adria. Wenn jetzt eine Wetterwarnung für diese Region erfolgt, der Skipper aber annimmt, er sei in der südlichen Adria (weil im südlichen Bereich Kroatiens), kann er aufgrund dieses Irrtums von Sturm und Gewitter überrascht werden. So erging es offensichtlich auch einigen Wassersportlern am 11. Juli, wie aus der Einsatz-Nachbereitung der SeaHelp-Einsatzkräfte hervor ging.

Wetterdaten können abweichen

Hinzu kommt eine Tatsache, die Skipper im Bereich der Adria, besonders vor der Küste Kroatiens nicht außer Acht lassen sollten: Wetterdaten werden nicht nur an Wetterstationen, sondern auch anhand von Flugzeugen, die im Linienverkehr unterwegs sind, erhoben. Da in Zeiten des grassierenden Coronavirus der Flugverkehr drastisch eingeschränkt ist, fehlen diese zusätzlichen Daten, was wiederum Einfluss auf die Genauigkeit der Wettervorhersagen hat.

Deshalb gilt besonders jetzt: Unwetter kennen keine exakt mit dem Lineal gezogenen Grenzen. Wer beispielsweise mit Boot oder Yacht im südlichen Bereich der nördlichen Adria unterwegs ist, sollte auch die Wetterentwicklung im Bereich der mittleren Adria im Auge behalten.

SeaHelp-App für Wetterwarnung installieren

Zusätzlich aber noch ein paar Tipps für die gesamte Adria-Region: Die Installation der SeaHelp-App, die zuverlässige Wetterwarnungen per Push-Mitteilung und laut vernehmbarem Schiffshorn, gehört für alle Wassersportler, Boots- und Yachtbesitzer sowie Skipper einer Charteryacht die Wert auf Sicherheit legen, zum Pflichtprogramm. Wird eine Wetterwarnung von SeaHelp ausgesendet, sollte man möglichst mit seiner Yacht einen sicheren Hafen anlaufen, den sicheren Halt der Festmacherleinen kontrollieren. Wer mit seinem Boot an einer Boje liegt, sollte sich nach Möglichkeit persönlich vom Zustand und sicherem Halt der Leinen unter Wasser überzeugen. Zusätzlich sollten alle Luken geschlossen sein und die Gegenstände auf Deck entsprechend gesichert werden.

Bilder auch auf Instagram

Übrigens: Was passiert, wenn man diese, eigentlich für jeden Skipper selbstverständlichen Grundsätze einer guten Seemannschaft nicht beachtet, kann man immer wieder auch auf unserem Instagram-Kanal betrachten.

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