Revier-Kompass Kroatien: Die besten Tipps für den gelungenen Törn im Süden Kroatiens

Revier-Kompass Kroatien Süd: Insel Mljet
Die Insel Mljet beheimatet einen der interessantesten Nationalparks Kroatien. Ihn und viele weitere Highlights im Süden stellt der neue Revierkompass Kroatien Süd in über 50 doppelseitigen Wimmelbildern mit vielen Insidertipps vor.

Der Süden Kroatiens ist mit seinen Inseln Brac, Hvar, Korcula oder Mljet beliebtes Törnziel und bietet mit Split oder Dubrovnik ein Highlight für Skipper und Crew. Der Journalist, Autor und Historiker Thomas Käsbohrer begibt sich auf Spurensuche nach den besten Tipps für einen gelungenen Törn und verrät im Interview, welches die Highlights in seinem soeben erschienenen „Revier-Kompass Kroatien Süd“ sind.

Herr Käsbohrer, warum schreiben Sie einen neuen Kroatienführer?

Früher hatte ich auf meinen Törns immer zwei Führer auf dem Kartentisch: Einen nautischen Törnführer wie „888 Häfen und Buchten“ von Karl-Heinz Beständig, der mir sagt, wo ich abends sicher liegen kann. Plus einen regulären Reiseführer für das, was es an Land zu sehen gibt, aber da stand oft zu wenig über die Küste. Als Skipper will ich nautische Infos zu den Themen „Wie ist die Marina? Wo kann ich vor Anker liegen?“ Aber eben auch „Was sollte man mal gesehen haben entlang der Küste?“ Und nicht zuletzt: Ein unvergesslicher Abend mit Freunden in einer guten Konoba kann einen Törn unvergesslich machen, das hat jeder schon erlebt. Aber als Drittes einen Restaurantführer mitzunehmen, war mir zu viel.

Genau diese drei Fragen „Liege ich hier gut und sicher?“, „Was kann ich mit Familie/Freunden an der Küste erleben?“ und „Wo kann ich einen richtig netten Abend verbringen?“ beantworten der „Revier-Kompass Kroatien Nord“ und der jetzt herausgekommene „Revier-Kompass Kroatien Süd“.

Und warum ein eigener Törnführer über den Süden?

Schon bei meinem ersten Törn in den Süden Kroatiens vor vielen Jahren habe ich festgestellt, dass es erhebliche Unterschiede zwischen Süden und Norden gibt. Das fängt bei der Topografie an: kleine Inseln im Norden, große Inseln im Süden. Das beeinflusst jede Törnplanung, weil man sich – wie Wolfgang Dauser von SeaHelp in einem Interview mal sagte – vor Schlechtwetter zwischen den kleineren Inseln im Norden schneller verstecken kann als zwischen den großen. Das geht weiter über das Ankern, das im Norden problemloser ist, weil die Ankerbuchten dort eher bei 5 Meter Wassertiefe sind und nicht bei 10 Metern wie häufig im Süden.

Es setzt sich fort über die geringere Anzahl an Marinas im Süden und geht weiter bis zum abendlichen Restaurantbesuch, weil es auf den Inseln im Süden weitaus üblicher ist, an verlockenden kleinen Restaurantstegen und -Bojen anzulegen. Man sollte aber vor allem die Zuverlässigsten und Vertrauenswürdigsten vorher kennen.

Die Unterschiede sind größer als man denkt. Meine Törnführer sollen helfen, dass man ganz schnell die besten Sachen für einen gelungen Törn herauspicken kann.

 

Revier-Kompass Kroatien Auszug
Links die Highlights eines Orts, rechts alles Wesentliche für den Skipper, unten rechts als Schnellübersicht der Kompass-Stern.

 

Was sind die besten Sachen?

Jeder Mensch hat im Urlaub andere Bedürfnisse. Manche wollen lesen. Andere wollen ausgehen, topp essen gehen oder Konoben erleben, wo Einheimische sind. Wieder andere wollen nach der Ankunft Neues entdecken. Flanieren und kucken. Manche wollen einfache Sommerfreuden wie die Menschen in Kroatien teilen – ein netter Strand, ein kaltes Bier in der Strandbar mit Blick aufs Meer. Andere nur aufs Wasser schauen. All das gibt es in Kroatien. Aber das gibts nicht überall, ich muss wissen, wo. Deshalb habe ich in meinen Törnführern beschrieben, was man an einem Ort vorfinden wird. Ob es lebhaft-laut ist oder entspannt-leise. Voll oder leer.

Wenn man etwas Bestimmtes sucht, aber dann genau das Gegenteil bekommt, ist man schnell knurrig. Der Revier-Kompass hilft, vorher das Beste für die eigenen Bedürfnisse herauszufinden. Das funktioniert sogar bis kurz vor der Ankunft.

Das heißt, mithilfe des Revier-Kompass Kroatien Süd kann man seinen ganz persönlichen Törn fahren?

Ich habe für jedes Törnziel das Charakteristikum des jeweiligen Ortes eingefangen. Buchten mit Strandbar und Musik bis um 3 Uhr morgens. Oder den perfekte Ankerplatz für den schönsten Sonnenuntergang. Oder die besten Restaurants oder Sehenswürdigkeiten in Laufweite der Marinas. Der Kompass-Stern hilft mit seiner eindeutigen Bewertung eines Ortes, sich selbst eine Meinung zu bilden.

Der Aspekt Sicherheit – was gibt es dazu im Revier-Kompass Kroatien Süd?

In den beiden Büchern wird ein Ort zunächst mit einem Wimmelbild wie oben und nachfolgend auf einer Doppelseite beschrieben. Die linke Seite informiert über Highlights, die besten Restaurants, all das, was das Besondere an einem Ort, einer Insel, einer Bucht ausmacht. Die rechte Seite ist für Skipper geschrieben: Was sollte ich vorher wissen, wenn ich da festmache? Das geht über die Sicherheit eines Liegeplatzes oder einer Bucht bis hin zu Anmerkungen, ob es Wespen gibt, wenn man Allergiker mit an Bord hat. Ich versuche herauszuarbeiten, welche Dinge man an einem Ort beachten sollte.

Beim Thema Sicherheit spielt die Bora eine große Rolle?

Wo es etwas heftiger bläst oder wo man geschützt liegt, ist jeweils vermerkt. Auch welche Tagesankerplätze es gibt oder wo das Risiko für Fallböen besteht. Daneben habe ich Texte mit meinen eigenen Erfahrungen eingebaut, die Skipper und Crew ein Gefühl für wettertechnische, aber auch für historische und landschaftliche Besonderheiten an einem Ort vermitteln.

Welche Tipps gibt es über Marinas?

Bei einem Törn gibt es natürlich immer die Möglichkeit, sich gar nicht zu informieren und das eher als „ Ich-lass’-mich-überraschen-Reise“ zu machen. Das waren meine besten Törns, man entdeckt dabei viel Neues, muss aber auch mal Frust wegstecken können. Wenn man nicht weiß, dass die einzige Inselmarina zwischen Montag und Mittwoch traditionell voll ist und sehr lebhaft oder dass es Samstags keinen Liegeplatz gibt – und man kann so etwas in den meisten Liegeplätzen im Süden gut vorhersagen – dann kann das Enttäuschung produzieren. Am selben Ort liegt man aber an einem anderen Wochentag wunderbar ruhig.

Wenn man will, dass eine Törnwoche richtig gut wird, dann kann man die Planung vorab optimieren. Ich gebe in solchen Fällen im Revier-Kompass zusätzlich Ausweichhäfen oder Buchten an.

Wie sieht es mit Ankerbuchten aus?

Die sind wie im Titelbild oben überall enthalten.

Und was ist mit einem Törn mit Kindern?

Mit Kindern ist es wieder anders. Sie haben andere Interessen: Delphinwatching – wie etwa im Revier-Kompass Kroatien Nord – ist in Brijuni oder auf Losinj gut möglich. Familienevents wie ZIP-Lines oder Hochseilgärten, die in der Nähe von Marinas liegen, wie etwa in Makarska, sind ein absolutes Highlight mit Teenagern, das ich deshalb aufgenommen habe. Auch in den Wimmelbildern, die auf Doppelseiten jedem Ort vorangestellt sind, sind die besten Strände angegeben – egal, ob prominent wie der Strand von Bol oder eher Geheimtipp.

Auch die Möglichkeit, mit den Kindern eine Radtour von der Marina aus zu unternehmen, ist immer ein Highlight und findet sich im Text im Google-Format für das schnelle Auffinden brauchbarer Verleiher. Der Punkt „Was kann ich mit der Familie unternehmen“ ist daher auch ein eigener Punkt im Kompass-Stern, mit dem jeder Ort in dieser Schnellübersicht bewertet wird.

Was ist das Zeichen, dass man einen guten Urlaub und Törn erlebt hat?

Es gibt ein eindeutiges Signal: Wenn man danach das Gefühl hat, dass man ganz ganz weit weg war und andere Dinge erlebt hat als zu Hause. Das geht eben mit ein bisschen Vorbereitung wie etwa mit dem Revier-Kompass.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

 

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