Tipp der SeaHelp-Redaktion: Richtig tanken an der Boots-Tankstelle

Was auf der Straße gilt, gilt erst recht auf dem Wasser: Regelmäßig müssen die Fahrzeuge mit Kraftstoff betankt werden. Hierbei gibt es einiges zu beachten. Tipps der SeaHelp-Redaktion für einen gelungenen Törn.

Auf der sicheren Seite: Sorgfaltspflicht beim Bunkern beachten!

Wer sein Boot betanken möchte, ist auf der sicheren Seite, wenn er etwa die vom Deutschen Motoryacht-Verband DMYV herausgegebenen Richtlinien befolgt: Danach muss beim Tanken zunächst die Sorgfaltspflicht beim Bunkern nach der Binnen-Schifffahrtsstraßen-Ordnung eingehalten werden. Wichtig dabei: bei Benzin und Diesel handelt es sich nicht nur um Kraftstoffe, sondern darüber hinaus auch um Gefahrgüter bzw. gefährliche Stoffe.

Aus diesem Grund sind beim Transport und Umgang mit den Kraftstoffen auch Gefahrgut-Transportvorschriften bzw. Gefahrstoff-Vorschriften zu beachten. Weitere rechtlich relevante Vorschriften beim privaten Kraftstoff-Transport sind: Gefahrgut-Beförderungsgesetz, Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie spezielle Landeswassergesetze. Diese können unter Umständen noch durch örtliche Hafenordnungen ergänzt werden.

Durchlesen: Abschnitt „Tanken“ im Handbuch der Yacht

Der DMYV empfiehlt, sich zunächst mit den Hinweisen des zu betankenden Bootes im Handbuch der Yacht im Abschnitt Tanken vertraut zu machen. Zudem wird empfohlen, festes Schuhwerk zu tragen, das Boot gut an der Liegestelle zu sichern, den Motor und alle elektrischen Geräte abzuschalten und offenes Feuer zu löschen. Handys und Funk sollte beim Tanken und Umfüllen von Kraftstoff ausgeschaltet sein. Es gilt ein Rauchverbot!

Faustregel: Tank nur zu 90 Prozent befüllen

An Bord sollte zudem ein Feuerlöscher bereitgehalten werden, und vor der Betankung sollte ein Tankvlies (ein Öl absorbierendes Tuch) an Deck eingesetzt werden. Wichtig ist, dass nicht zu viel Kraftstoff getankt wird. Eine gute Faustregel ist, den Tank nur zu 90 Prozent zu befüllen. Grund: Kraftstoff kann sich bei steigenden Temperaturen ausdehnen.

Generell gilt: es sollte stets sorgfältig getankt werden. Dazu gehört, dass dabei immer beide Hände genutzt werden, und dass jede Ablenkung vermieden wird. Kommt es trotz aller Vorsicht doch einmal dazu, dass etwas Kraftstoff austritt, sollten sofort Öl-Bindevlies (ölaufnehmende Tücher) eingesetzt werden. Und falls das nicht ausreicht: Informieren sie die nächste Polizeidienststelle. Alle Innenteile sowie die Bilge sollten umgehend gereinigt und gelüftet werden.

Zapfhahn bei Übergabe mit einem Lappen sichern

Das gilt erst recht beim Bunkern an der Boots-Tankstelle: der Zapfhahn sollte bei Übernahme mittels eines Lappens gesichert werden, damit keinerlei Rest-Treibstoff austreten kann. Beim Tankvorgang sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass ein Überschäumen vermieden wird. Und auch bei der Rückgabe des Zapfhahnes an Land sollte der Zapfhahn wiederum mit einem Lappen gesichert werden.

Tipp: Steht der Tankwagen noch an der Boots-Tankstelle, sollte man vor dem Bunkern einige Zeit warten, denn so können sich eventuell im Kraftstoff befindlicher Schmutz und Kondenswasser setzen – die so nicht in den eigenen Tank gelangen können.

Im Internet gibt es zum freien Download eine „Checkliste Bootsbetankung“ des DMYV.

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