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Kroatien
Bootsbesatzung knapp dem Tode entronnen

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Es sollte eigentlich ein gemütlicher Bootsausflug von Mali Losinj nach Rijeka werden. Ein kroatischer Skipper hatte zwei weitere kroatische Familien, darunter ein achtjähriges Kind an Bord seines 11 Meter langen Motorseglers. Doch er überschätzte die Seetüchtigkeit seines Schiffes und unterschätzte die tückische Bora, die zum Zeitpunkt der Havarie mit 30 bis 40 Knoten blies wie auch seine eigenen seemännischen Fahigkeiten. Das Schiff strandete auf den Klippen vor Losinj und sank. Vier Leichtverletzte und eine schwer verletzte Mitfahrerin waren das Ergebnis dieses Leichtsinns. SeaHelp, der Pannendienst der Adria, war mit dem in Mali Losinj stationierten Einsatzboot vor Ort und half, die schwer verletzte Ausflüglerin zu bergen.

Zu den Einzelheiten: Aufgrund der vorherrschenden Bora hätte der bereits in die Jahre gekommene Motorsegler gar nicht auslaufen dürfen. Als er jedoch mit den Urlaubern an Bord um die Nordspitze von Losinj fuhr und sich nicht mehr im Schutz des Gebirges befand, erwischte ihn die starke Bora vollends. Der Schiffsdiesel versagte, Ursache war verstopfte Filter, die Dieselpest hat zugeschlagen. Unbeeindruckt davon montierte der leichtsinnige Skipper einen 6 bis 8 PS starken Außenborder am Heck und setzte seine Fahrt fort, anstatt sich umgehend wieder in ruhigeres Fahrwasser zu begeben. Eine Welle, die über den unterdimensionierten Außenborder schwappte, sorgte dafür, dass auch dieser seinen Dienst versagte. Der Motorsegler trieb führerlos auf die schroffe Felsküste zu und traf letztlich mit solch einer Wucht auf die Steine, dass der Mast brach und eine Passagierin dabei schwer am Kopf, den Rippen und den Beinen verletzte. Dem Skipper und den Mitfahrern gelang es gerade noch, sich verletzt trotz meterhoher Wellen an die Felsküste zu retten.

SAR Rijeka wurde informiert und entsandte umgehend das in Mali Losinj stationierte SeaHelp-Einsatzboot zum Havarieort. Aufgrund des schwer verletzten Passagiers informierte Stanko Kovacevic vom Stützpunkt Mali Losinj sofort die Polizei, die ebenfalls ein Einsatzboot entsandte. Da sich Bergung der schwer Verletzten im niedrigen Wasser der durch die Bora aufgepeitschten See schwierig gestaltete, griffen SeaHelp-Stützpunktleiter Stanko Kovacevic und der Notarzt an Bord des SeaHelp-Bootes zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Sie nutzten eine Trage und schwammen damit kurzerhand zu der Verletzten, stabilisierten Sie und brachten sie samt Trage an Bord des SeaHelp-Bootes, dass sie dann nach Osor transportierte, wo ein Krankenwagen bereits wartete. Trotz der zum Teil lebensgefährlichen Verletzungen hat sich der Zustand des Opfers, wie zu erfahren war, mittlerweile gebessert.

Gegen den verantwortungslosen Skipper ermittelt derzeit die kroatische Polizei. In diesem Zusammenhand weist SeaHelp nochmals darauf hin, die Windverhältnisse in der Adriaregion nicht zu unterschätzen. Erst kurz zuvor hatte SeaHelp mit der eigenen SeaHelp-Wetterwarnung per SMS alle registrierten Mitglieder wegen starker Bora im Bereich der Nord- und Mitteladria dazu aufgefordert, die Wetterprognosen zu beachten und bei Bedarf unverzüglich einen sicheren Hafen anzulaufen.

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